Cobas unter 5 Prozent: SAF-HOLLAND setzt Aktienrückkauf fort
### SAF-HOLLAND: Cobas reduziert Stimmrechtsanteil, Aktienrückkauf läuft weiter
Bei SAF-HOLLAND sind zwei Kapitalmarktmitteilungen innerhalb weniger Tage bekannt geworden: Der spanische Vermögensverwalter Cobas Asset Management hat seinen ausgewiesenen Stimmrechtsanteil am Nutzfahrzeugzulieferer verringert. Zugleich setzte das Unternehmen sein Aktienrückkaufprogramm fort.
Cobas unterschritt am 22. September 2026 die melderechtliche Schwelle von fünf Prozent. Die Gesellschaft hielt zuletzt 4,78 Prozent der Stimmrechte an SAF-HOLLAND, nach zuvor gemeldeten 5,05 Prozent. Das entspricht 2.170.848 Stimmen bei insgesamt 45.394.302 Stimmrechten. Direkt hält Cobas laut Mitteilung keine Aktien mit Stimmrechten; der gesamte Anteil wird ihr zugerechnet. Finanzinstrumente, die zusätzliche Stimmrechte vermitteln könnten, weist der Vermögensverwalter nicht aus.
Die Mitteilung nennt keinen konkreten Grund für die Veränderung und macht keine Angaben zu einzelnen Transaktionen oder deren Umfang. Sie führt jedoch aus, dass Cobas die Aktien in mehreren Portfolios für Kunden verwaltet. Grundlage sind Investmentmanagementverträge, nach denen die Kunden die Ausübung der Stimmrechte an den Manager übertragen haben. Cobas erklärt zudem, weder von einem anderen Unternehmen beherrscht zu werden noch selbst andere Unternehmen zu kontrollieren, denen SAF-HOLLAND-Stimmrechte zuzurechnen wären.
Parallel dazu kaufte SAF-HOLLAND im Rahmen des laufenden Rückkaufprogramms weitere eigene Aktien. Zwischen dem 21. und dem 25. September erwarb das Unternehmen insgesamt 18.305 Stück. Die Käufe erfolgten über eine beauftragte Bank ausschließlich über Xetra, den elektronischen Handel der Frankfurter Wertpapierbörse.
Der größte Teil der Wochenkäufe entfiel auf den 24. September: An diesem Tag wurden 10.275 Aktien zu einem volumengewichteten Durchschnittskurs von knapp 22 Euro erworben. Am 21. September kaufte SAF-HOLLAND 553 Aktien zum Durchschnittskurs von 22 Euro, am 25. September weitere 7.477 Stück zu durchschnittlich rund 21,97 Euro. Das gesamte Transaktionsvolumen der drei Handelstage belief sich auf rund 402.442 Euro.
Seit Beginn des Aktienrückkaufprogramms 2025 hat SAF-HOLLAND bis einschließlich 25. September insgesamt 1.397.020 eigene Aktien zurückgekauft. Das Programm war am 20. November 2025 bekanntgegeben worden. Angaben zu den einzelnen Transaktionen und zum täglichen Handelsvolumen veröffentlicht der Konzern auf seiner Website.
Die beiden Meldungen dokumentieren unterschiedliche Entwicklungen bei der Aktionärsstruktur: Während Cobas unter die Fünf-Prozent-Schwelle fiel, zieht SAF-HOLLAND eigene Aktien aus dem Markt. Aus den Mitteilungen geht nicht hervor, ob zwischen den Vorgängen ein Zusammenhang besteht. Ebenso enthalten sie keine Aussagen zu den weiteren Zielen des Rückkaufprogramms oder zu einer möglichen späteren Einziehung der erworbenen Aktien. Der Rückkauf wurde in der veröffentlichten Zwischenmeldung als laufend ausgewiesen; weitere Käufe können daher folgen.
Die SAF-HOLLAND Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Minus von -0,68 % und einem Kurs von 21,75EUR auf Tradegate (30. September 2026, 22:25 Uhr) gehandelt.
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