7-Milliarden-Dollar-Deal
Tencent sichert sich 100.000 KI-Chips von Oracle
Tencent greift für seine KI-Offensive tief in die Tasche. Ein Milliarden-Deal mit Oracle soll dem Konzern die nötige Rechenleistung sichern.
- Tencent sichert sich 100.000 KI-Chips über Oracle
- Tencent mietet KI-Rechenleistung außerhalb Chinas
- Tencents KI-Investitionen steigen massiv um 176 Prozent
- Report: KI-Euphorie kippt - Bei diesen 5 Aktien droht der Crash!
Der chinesische Technologiekonzern Tencent hat laut der Financial Times einen milliardenschweren Vertrag mit Oracle geschlossen, der ihm Zugang zu 100.000 leistungsfähigen KI-Chips verschafft.
Der auf fünf Jahre angelegte Vertrag soll ein Volumen von sieben Milliarden US-Dollar haben. Etwa 30 Prozent beziehungsweise rund 2,1 Milliarden US-Dollar werden im Voraus gezahlt. Die Rechenleistung wird über mehrere Oracle-Rechenzentren in Südostasien bereitgestellt. Es handelt sich um Tencents bislang größten Leasingvertrag außerhalb Chinas.
Tencent sucht Rechenleistung außerhalb Chinas
Der große Deal zeigt, wie dringend Tencent zusätzliche Rechenkapazitäten für seine KI-Pläne benötigt. Statt die Chips selbst nach China zu importieren, erhält der Konzern Zugriff auf die Hardware in ausländischen Rechenzentren. Damit kann Tencent leistungsfähige KI-Infrastruktur nutzen, die im Heimatmarkt nicht in vergleichbarem Umfang verfügbar ist.
Hintergrund sind unter anderem die US-Exportbeschränkungen für fortschrittliche KI-Hardware. Gleichzeitig drängt Peking chinesische Unternehmen dazu, stärker auf heimische Technologie zurückzugreifen.
Die Anmietung von Infrastruktur im Ausland bietet dafür einen Ausweg. Die Chips verbleiben in den Oracle-Rechenzentren in Südostasien, während Tencent die darauf verfügbare Rechenleistung für seine KI-Anwendungen nutzen kann.
Milliarden fließen in Tencents KI-Offensive
Tencent hat seine Investitionen in KI-Infrastruktur bereits massiv hochgefahren. Im zweiten Quartal stiegen die Investitionsausgaben im Jahresvergleich um 176 Prozent auf 53 Milliarden Yuan beziehungsweise rund 7,9 Milliarden US-Dollar. Die hohen Vorauszahlungen für zusätzliche Rechenressourcen belasteten dabei auch den freien Cashflow.
Autor: Pascal Grunow, wallstreetONLINE Redaktion

