Malaysia Airlines schlägt zu
Airbus-Aktie: Fast 100 Jets pro Monat? Jetzt beginnt der große Endspurt
Airbus verkauft seine Wartungstochter in Malaysia an die Mutter von Malaysia Airlines. Den Preis halten beide geheim. Für Aktionäre zählt ohnehin etwas anderes: ein Endspurt mit fast 100 Jets pro Monat.
- Airbus verkauft Sepang an Malaysia Airlines
- Malaysia stärkt mit dem Kauf ihr Wartungsgeschäft
- Airbus muss fast 100 Jets pro Monat ausliefern
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Airbus verkauft seine malaysische Wartungstochter. Die Malaysia Aviation Group, Mutter der staatlichen Fluggesellschaft Malaysia Airlines, hat am Donnerstag einen Kaufvertrag für Sepang Aircraft Engineering unterzeichnet. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Einen Kaufpreis nannten die Partner nicht. Abschließen wollen sie den Deal 2027. Zuvor muss die malaysische Zivilluftfahrtbehörde zustimmen.
Mit dem Zukauf will die Gruppe, die dem Staatsfonds Khazanah Nasional gehört, ihre Technik und Wartung stärken und ihr Angebot verbreitern. Vor allem soll mehr Geld von Drittkunden fließen. Der Kauf ist Teil ihres langfristigen Geschäftsplans. Konzernchef Nasaruddin A. Bakar sieht die Gruppe damit gut aufgestellt, um vom wachsenden Markt für Wartung, Reparatur und Überholung zu profitieren. Die Nachfrage fremder Airlines steige, sagte er laut der malaysischen Zeitung The Star.
Spezialist für den A320
Sepang Aircraft Engineering sitzt am internationalen Flughafen von Kuala Lumpur. Seit 2007 überholt das Unternehmen dort vor allem Jets der A320-Familie. In zwei Hangars mit rund 50.000 Quadratmetern finden bis zu acht Flugzeuge gleichzeitig Platz. Hinzu kommen eine eigene Lackierhalle und Werkstätten für Bauteile. Damit ergänzt die Tochter die hauseigene Technikabteilung der Gruppe. Ende September gewann sie zudem einen Wartungsvertrag über zwölf Jahre mit der philippinischen Billigfluggesellschaft Cebu Pacific.
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Airbus ringt um sein Auslieferungsziel
Für Airbus ist der Verkauf eine Randnotiz. Der Konzern kämpft derzeit an einer anderen Front. In diesem Jahr will er rund 870 Verkehrsflugzeuge ausliefern. Bis Ende August waren es 475. Fehlende Triebwerke bremsen die Produktion. Viele fertige Jets warten auf ihre Antriebe. Die Aktie notierte zuletzt bei rund 190 Euro. Laut MarketScreener raten die 24 erfassten Analystinnen und Analysten im Schnitt zum Kauf. Ihr durchschnittliches Kursziel von 230,96 Euro liegt gut 20 Prozent über dem aktuellen Niveau.
Fazit
Für Aktionärinnen und Aktionäre von Airbus ist der Verkauf kaum mehr als eine Fußnote. Entscheidend ist das Schlussquartal. Bis Dezember müssen im Schnitt fast 100 Jets pro Monat das Werk verlassen. Gelingt der Endspurt, hat die Aktie Luft nach oben. Anlegerinnen und Anleger sollten deshalb die monatlichen Auslieferungszahlen im Blick behalten. Die Zahlen für September dürften in den kommenden Tagen folgen.
Autor: Nicolas Ebert, wallstreetONLINE Redaktion
Die Airbus Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Minus von -1,04 % und einem Kurs von 188,1EUR auf Tradegate (01. Oktober 2026, 10:51 Uhr) gehandelt.
