Plötzlich die Nummer 1
Neuer S&P-500-King: 40 % in einem Monat – diese Aktie lässt Tech-Riesen stehen
Der September endet mit einem Paukenschlag: Everpure führt den S&P 500 an. Hinter der Rallye stehen Wachstumsziele, die selbst Analysten überrascht haben.
- Everpure-Aktie gewinnt im September über 40 Prozent
- 2028 peilt Everpure bis zu 7,3 Milliarden Umsatz an
- S&P-500-Aufnahme und KI treiben Everpures Wachstum
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Everpure hat sich im September zum stärksten Titel im S&P 500 entwickelt: Die Aktie des früher als Pure Storage bekannten Speicher- und Datenmanagement-Spezialisten sprang binnen eines Monats um mehr als 40 Prozent. Den entscheidenden Schub lieferte der Analystentag am 23. September. Dort stellte Everpure für das Geschäftsjahr 2028 einen Umsatz von 7,0 bis 7,3 Milliarden US-Dollar (rund 6,2 bis 6,5 Milliarden Euro) in Aussicht – ein Plus von 39 bis 45 Prozent. Das Non-GAAP-Betriebsergebnis soll sogar um 80 bis 100 Prozent auf 1,7 bis 1,9 Milliarden US-Dollar (rund 1,5 bis 1,7 Milliarden Euro) steigen.
Die neuen Ziele lagen deutlich über den Erwartungen der Wall Street. Analysten hatten für 2028 mit rund 6,5 Milliarden US-Dollar Umsatz gerechnet. Bereits für das Geschäftsjahr 2027 erwartet Everpure 5,03 bis 5,07 Milliarden US-Dollar Umsatz und damit ein Wachstum von 37 bis 38 Prozent. Nach Unternehmensangaben hat sich das Umsatzwachstum inzwischen acht Quartale in Folge beschleunigt. Treiber sind neben dem klassischen All-Flash-Speichergeschäft zunehmend KI-Anwendungen, Hyperscaler und Datenmanagement-Software.
Die Analysten reagierten mit einer Welle höherer Kursziele. BofA Securities erhöhte sein Ziel von 150 auf 180 US-Dollar und bezeichnete selbst Everpures neue Prognosen noch als "konservativ". Citi ging von 130 auf 160 US-Dollar, Piper Sandler von 133 auf 162 US-Dollar und Morgan Stanley von 119 auf 137 US-Dollar. Morgan Stanley hob zugleich seine Gewinnschätzungen je Aktie für 2028 und 2029 um 15 beziehungsweise 30 Prozent an.
Zusätzlichen Schub liefert die Aufnahme in den S&P 500: Seit dem 21. September gehört Everpure dem Leitindex an und ersetzt The Trade Desk. Indexfonds müssen die Aktie damit entsprechend ihrer Gewichtung kaufen. Operativ hatte der Konzern bereits zuvor starke Zahlen geliefert: Im zweiten Quartal stieg der Umsatz um 38 Prozent auf 1,2 Milliarden US-Dollar, der Produktumsatz sogar um 54 Prozent.
Seit Jahresbeginn liegt die Aktie inzwischen mehr als 85 Prozent im Plus. CEO Charlie Giancarlo sieht dennoch erst den Beginn einer größeren Verschiebung: Everpure will sich vom Speicheranbieter zur Plattform für Unternehmensdaten, KI-Workloads und Hyperscaler entwickeln. Die drei neueren Geschäftsbereiche sollen bis 2030 bereits rund 20 Prozent des Konzernumsatzes liefern.
Autorin: Gina Moesing, wallstreetONLINE Redaktion

