KI-Krise soll es richten
Bitcoin auf 1 Million US-Dollar – geht Hayes’ Prognose auf?
Bitcoin könnte laut Arthur Hayes bis 2030 auf eine Million US-Dollar steigen und eine KI-Schuldenkrise soll der Auslöser werden. Das steckt dahinter.
- Hayes erwartet bis 2030 Bitcoin bei einer Million
- KI-Schuldenkrise droht bei sinkenden Einnahmen
- Rettungshilfen könnten Bitcoin deutlich antreiben
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Arthur Hayes hält an seinem Kursziele für Bitcoin fest. Er erwartet, dass die Kryptowährung bis 2030 auf eine Million US-Dollar steigen könnte. Den entscheidenden Schub sieht er allerdings nicht im KI-Boom selbst, sondern in dessen möglichem Ende.
Nach Einschätzung von Hayes könnte die stärkste Phase der Bitcoin-Rallye Ende 2027 oder Anfang 2028 beginnen, wenn die gewaltigen, teilweise schuldenfinanzierten Investitionen in Rechenzentren und KI-Infrastruktur zum Problem werden könnten, sobald die damit erzielten Einnahmen hinter den Erwartungen zurückbleiben.
Wenn der KI-Boom zum Kreditproblem wird
Hayes sieht im aktuellen Ausbau der KI-Infrastruktur weniger eine klassische Technologieblase als vielmehr ein wachsendes Kreditrisiko. Viele Projekte werden mit Fremdkapital finanziert und müssen über Jahre hinweg ausreichend Einnahmen erwirtschaften, um Zinsen, Leasingkosten und andere Verpflichtungen zu bedienen.
Problematisch könnte dabei vor allem die kurze Lebensdauer der Hardware werden. Neue und effizientere Chips können ältere Systeme schnell wirtschaftlich unattraktiv machen, während die Kredite für Rechenzentren, Stromanschlüsse und Kühlsysteme noch lange weiterlaufen.
Nicht zwingend die großen KI-Konzerne müssten in Schwierigkeiten geraten. Gefährdet wären vielmehr unrentable Rechenzentrumsprojekte und deren Geldgeber, darunter Banken, Versicherer, Private-Credit-Fonds und Infrastrukturinvestoren.
Warum Bitcoin profitieren könnte
Für Bitcoin wäre eine solche Krise nach Hayes' Szenario ein möglicher Kurstreiber. Gerät das Finanzsystem durch ausfallende KI-Kredite unter Druck, erwartet er massive staatliche und geldpolitische Gegenmaßnahmen.
Die US-Regierung könnte beispielsweise selbst Rechenkapazitäten abnehmen oder betroffene Finanzinstitute stützen. Für Hayes ist vor allem entscheidend, dass mögliche Rettungsmaßnahmen neue Liquidität in das Finanzsystem spülen würden. Ein Teil dieses zusätzlichen Kapitals könnte in Vermögenswerte wie Bitcoin fließen und so den Kurs deutlich nach oben treiben.
Autor: Pascal Grunow, wallstreetONLINE Redaktion
Bitcoin wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Plus von +0,27 % und einem Kurs von 83.790USD auf CryptoCompare Index (01. Oktober 2026, 13:21 Uhr) gehandelt.

