Highflyer des 3. Quartals
Micron: Kein Kurssprung | Nu: Entwarnung | Depot: Robinhood startet KI-Agenten
Der Markt wird immer unberechenbarer. Selbst gute Nachrichten lösen keine Freude mehr bei den Anlegern aus, wie das Beispiel Micron zeigt. Der Speicherspezialist überzeugte komplett, aber die Anleger juckt das nicht.
- Microns Rekordzahlen beeindrucken die Anleger kaum
- Stryker wächst stabil, Intuitive setzt auf OP-Robotik
- Im unberechenbaren Markt bleibt Stockpicking schwierig
Thema des Tages: Die Highflyer des 3. Quartals
Wir starten ins letztes Quartals des Jahres und Stockpicking ist so schwer geworden wie schon lange nicht mehr. Gilt der Spruch: "Altbewährt ist nicht verkehrt?" Wir schauen heute mal was im letzten Abschnitt des Jahres von den Aktien zu erwarten, die im dritten Quartal stark performt haben.
379 % Umsatzplus – doch die Börse zuckt nur mit den Schultern
Micron Technology liefert Zahlen, die selbst im KI-Boom herausstechen. Der Speicherchiphersteller steigerte den Umsatz im vierten Fiskalquartal um 379 Prozent auf 54,2 Milliarden US-Dollar und übertraf damit sowohl die eigene Prognose von 50 Milliarden US-Dollar als auch die Analystenschätzung von rund 51 Milliarden US-Dollar.
Und der Boom soll weitergehen: Für das laufende erste Fiskalquartal 2027 stellt Micron bereits 61,5 Milliarden US-Dollar Umsatz in Aussicht – deutlich mehr als die erwarteten 56,8 Milliarden US-Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll von 33,42 auf 38,15 US-Dollar steigen.
Trotz dieser Rekordzahlen blieb die große Kursreaktion zunächst aus.
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MedTech-Duell: Wer hat im OP-Saal die besseren Karten?
Stryker ist breit aufgestellt. Der Konzern verdient mit Orthopädie, Neurotechnologie und Medizintechnik für Operationssäle. Im zweiten Quartal stieg der Umsatz um 9,4 Prozent auf 6,6 Milliarden US-Dollar, der bereinigte Gewinn je Aktie legte um 17,9 Prozent zu. Für 2026 erwartet Stryker ein organisches Umsatzwachstum von 8,3 bis 9,3 Prozent.
Intuitive Surgical ist deutlich fokussierter – und wächst schneller. Der Konzern dominiert mit seinen da-Vinci-Systemen den Markt für robotergestützte Chirurgie. Im zweiten Quartal stieg der Umsatz um 19 Prozent auf 2,89 Milliarden US-Dollar, die Zahl der da-Vinci-Eingriffe wuchs um 15 Prozent. Die installierte Basis legte weiter zweistellig zu.
Der Unterschied: Stryker bietet mehr Diversifikation und stabileres Wachstum. Intuitive Surgical setzt stärker auf den strukturellen Boom der OP-Robotik und besitzt damit den größeren Wachstumshebel – allerdings bei höherer Bewertung und stärkerer Abhängigkeit vom da-Vinci-Ökosystem.
Für Anleger lautet das Duell deshalb: breit aufgestellter MedTech-Riese gegen profitablen Robotik-Spezialisten.
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Hinweis: Die Analysen stellt keine Anlageberatung dar, sondern dienen ausschließlich Informations- und Bildungszwecken. Jeder Anleger sollte eigene Recherchen durchführen und seine individuelle Risikobereitschaft berücksichtigen. Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet. Der Handel mit Finanzprodukten ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen. Historische Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
Markus Weingran, Chefredakteur wallstreetONLINE Börsenlounge
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Markus Weingran, Chefredakteur wallstreetONLINE Börsenlounge

