Rekordauftrag für Electron
SpaceX-Konkurrent Rocket Lab punktet in Japan – Aktie startet wieder
Rocket Lab landet den größten kommerziellen Electron-Auftrag seiner Geschichte. Mehr als 100 Starts stehen inzwischen im Auftragsbuch. Jetzt rückt bei der Aktie eine wichtige Kursmarke in den Fokus.
- Rocket Lab erhält 20 neue Starts von Synspective
- Auftragsbestand steigt nun auf mehr als 100 Missionen
- Anleger sollten die Marke von 75 US-Dollar beobachten
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Rocket Lab legt beim Ausbau seines Startgeschäfts nach. Der Raumfahrtkonzern hat mit dem japanischen Erdbeobachtungsspezialisten Synspective einen Vertrag über 20 zusätzliche Starts seiner Electron-Rakete geschlossen. Es ist der größte kommerzielle Electron-Auftrag der Unternehmensgeschichte. Die Aktie reagierte am Donnerstag mit einem interessanten Kurssprung
Zwischen 2028 und 2031 soll Rocket Lab insgesamt 20 StriX-Satelliten von Synspective vom neuseeländischen Launch Complex 1 in sonnensynchrone Umlaufbahnen bringen. Finanzielle Details wurden nicht veröffentlicht.
Zwischen 2028 und 2031 soll Rocket Lab insgesamt 20 StriX-Satelliten von Synspective vom neuseeländischen Launch Complex 1 in sonnensynchrone Umlaufbahnen bringen. Finanzielle Details wurden nicht veröffentlicht.
Die Zusammenarbeit erreicht damit eine neue Größenordnung. Insgesamt hat Synspective nun 47 Electron-Missionen gebucht und ist damit gemessen an der Zahl der Starts der größte Kunde des Unternehmens. Durch den neuen Deal umfasst Rocket Labs Start-Auftragsbestand inzwischen mehr als 100 Missionen.
Synspective baut ein Netzwerk aus SAR-Satelliten auf. Diese können die Erdoberfläche unabhängig von Tageslicht und weitgehend unabhängig vom Wetter beobachten. Langfristiges Ziel ist es, nahezu jeden Ort der Erde innerhalb weniger Stunden erfassen zu können.
Für Rocket Lab ist der Auftrag vor allem strategisch wichtig. Electron beweist, dass es trotz größerer Mitflugangebote am Markt Nachfrage nach dedizierten Starts kleiner Satelliten gibt. Kunden können damit Zeitpunkt und Zielorbit deutlich stärker selbst bestimmen.
Gleichzeitig arbeitet Rocket Lab mit Hochdruck an der größeren und wiederverwendbaren Neutron-Rakete. Ein früherer Großauftrag über fünf Neutron- und drei Electron-Starts hatte den gesamten Unternehmensauftragsbestand bereits auf mehr als 2,2 Milliarden US-Dollar gehoben.
Mein Tipp: Genau beobachten
Operativ liefert Rocket Lab immer mehr Argumente für eine langfristige Wachstumsstory. Entscheidend ist nun, ob das Unternehmen den wachsenden Auftragsbestand auch in steigende Umsätze und bessere Margen verwandeln kann und Neutron planmäßig skaliert. Bei der Aktie sollten Anleger insbesondere die Marke von 75 US-Dollar beobachten. Ein nachhaltiger Ausbruch darüber könnte technisch neues Momentum auslösen und als mögliches Einstiegssignal interpretiert werden.
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Markus Weingran, Chefredakteur wallstreetONLINE Börsenlounge
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