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Brandneues Werk in Thailand: Hier baut Infineon die Chips der Zukunft
Infineon hat seine erste Fabrik in Thailand eröffnet. Das Land will zum Halbleiter-Hub Südostasiens aufsteigen und lockt mit Milliardeninvestitionen internationale Chiphersteller an.
- Infineon nimmt erstes Werk in Thailand in Betrieb
- Werk produziert Chips für E-Autos und Rechenzentren
- Thailand will zum Halbleiter-Hub aufsteigen
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Der deutsche Halbleiterkonzern Infineon Technologies hat in Thailand sein erstes Werk des Landes in Betrieb genommen. Die Anlage liegt in einem Industriepark östlich von Bangkok, nahe dem internationalen Flughafen Suvarnabhumi, und ist auf die sogenannte Back-End-Fertigung spezialisiert: Dazu zählen Leistungsmodule sowie klassische und fortgeschrittene Montage-, Verpackungs- und Testverfahren.
Die dort gefertigten Komponenten sollen vor allem in Elektrofahrzeugen, Energiespeichersystemen und Rechenzentren zum Einsatz kommen, drei Bereichen, die auch Thailand selbst stark ausbauen will.
Infineon investierte rund 1,4 Milliarden US-Dollar in den neuen Standort. Das Gelände umfasst 200.000 Quadratmeter, im Vollbetrieb sollen dort bis zu 5.000 Menschen arbeiten. Der Konzern will zudem mit anderen Halbleiterfirmen vor Ort zusammenarbeiten, um die Lieferketten für hochwertige Chips zu stärken, und kooperiert mit thailändischen Universitäten, um dem wachsenden Bedarf an Ingenieuren zu begegnen.
Thailand selbst gilt zwar als etablierter Automobilstandort, hinkt in der Halbleiterbranche aber Singapur und Malaysia hinterher. Die Regierung verfolgt deshalb einen Stufenplan: Bis 2030 soll die bestehende Montage- und Testbasis gestärkt und erste Schritte in Richtung Wafer-Fertigung gemacht werden, bis 2040 sollen Investoren für vorgelagerte Bereiche wie Chipdesign gewonnen werden, und bis 2050 strebt das Land eine vollständige heimische Lieferkette an.
Insgesamt sollen so bis 2050 Investitionen von 80 Milliarden US-Dollar und mehr als 230.000 neue Arbeitsplätze entstehen. Laut der thailändischen Investitionsbehörde gingen zwischen 2023 und Mitte 2026 bereits Anträge für 879 Halbleiterprojekte im Gesamtwert von rund 27,2 Milliarden US-Dollar ein.
Die Infineon-Aktie ist im laufenden Jahr bislang die stärkste Aktie im DAX mit einem Plus von über 55 Prozent. Seit ihrem Höchststand im Juni hatte sich jedoch die Euphorie um die Papiere etwas abgekühlt.
Autor: Julian Schick, wallstreetONLINE Redaktion
Die Infineon Technologies Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Minus von -0,15 % und einem Kurs von 59,40EUR auf Tradegate (01. Oktober 2026, 16:26 Uhr) gehandelt.

