Neue Regeln für Krypto
SEC treibt Krypto-Regulierung voran – Bitcoin dreht wieder nach oben
Bitcoin steigt zurück über 86.000 US-Dollar. Neue Krypto-Regeln der SEC treiben den Markt an und öffnen institutionellen Anlegern neue Möglichkeiten.
- Bitcoin steigt zurück über 86.000 US-Dollar
- SEC plant Krypto-Verwahrung für Fonds und Berater
- SEC-Regeln gehen 60 Tage in öffentliche Konsultation
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Am Kryptomarkt kehrt die Kauflaune zurück. Bitcoin steigt am Freitag um 3,07 Prozent auf 86.569 US-Dollar und erobert damit die Marke von 86.000 US-Dollar zurück. Noch im Wochenverlauf war die größte Kryptowährung zeitweise unter 83.000 US-Dollar gefallen.
Auch bei den Altcoins überwiegen die Kursgewinne. Ethereum legt um 1,26 Prozent auf 2.738 US-Dollar zu, XRP steigt um 1,62 Prozent auf 1,52 US-Dollar. Solana legt unter den größten Kryptowährungen am stärksten zu und steigt um 3,57 Prozent auf 123,28 US-Dollar.
SEC will institutionellen Krypto-Zugang erleichtern
Für Rückenwind sorgt ein neuer Vorstoß der US-Börsenaufsicht SEC. Die Behörde hat am Donnerstag Regeln vorgeschlagen, die erstmals einen speziell auf Kryptowährungen zugeschnittenen Rahmen für deren Verwahrung durch Anlageberater und regulierte Fonds schaffen sollen. Damit könnten bestehende regulatorische Hürden für institutionelle Krypto-Investments sinken.
SEC-Chef Paul Atkins bezeichnete die bisherigen Vorgaben als nicht mehr zeitgemäß. Sie seien ursprünglich für traditionelle Vermögenswerte entwickelt worden und hätten mit der Entwicklung des inzwischen mehrere Billionen US-Dollar schweren Kryptomarktes nicht Schritt gehalten.
Die geplanten Regeln legen unter anderem fest, welche Unternehmen als geeignete Verwahrer infrage kommen und welche Dokumentations-, Offenlegungs- und Prüfpflichten gelten. Auch staatlich zugelassene Trust Companies sollen künftig Krypto-Assets für Kunden und regulierte Fonds verwahren dürfen.
Selbstverwahrung unter bestimmten Bedingungen
Besonders weitreichend ist die geplante Möglichkeit zur sogenannten Selbstverwahrung. Anlageberater könnten Krypto-Vermögenswerte ihrer Kunden unter bestimmten Voraussetzungen selbst verwahren. Das soll insbesondere dann möglich sein, wenn kein zugelassener Verwahrer für den jeweiligen Vermögenswert zur Verfügung steht.
SEC baut Krypto-Regelwerk weiter aus
Der Vorstoß ist Teil einer größeren regulatorischen Neuausrichtung in den USA. Nachdem der Clarity Act im September im Senat ins Stocken geraten war, nutzt die SEC verstärkt ihre bestehenden Befugnisse, um einzelne Bereiche des Kryptomarktes neu zu regeln.
Erst kürzlich veröffentlichte die Behörde ihre "Innovation Exemption", die die Tokenisierung klassischer Wertpapiere erleichtern soll. Hinzu kommt die vorgeschlagene "Regulation Crypto Asset", die klarere Vorgaben für die Kapitalaufnahme über digitale Vermögenswerte schaffen soll. Auch die geplante strategische Krypto-Reserve nahm zuletzt eine wichtige Hürde im Repräsentantenhaus.
Mit den neuen Verwahrungsregeln geht die SEC nun den nächsten wichtigen Bereich der Kryptoregulierung an. Der Vorschlag durchläuft nun eine 60-tägige öffentliche Konsultationsphase, bevor über die endgültigen Regeln entschieden wird.
Autor: Pascal Grunow, wallstreetONLINE Redaktion

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