ROUNDUP

    233 Aufrufe 233 0 Kommentare 0 Kommentare

    Milliardenforderung im Streit um Aus für Fregatte F126

    Für Sie zusammengefasst
    • Damen verlangt 4,7 Milliarden Euro nach F126-Abbruch
    • Pistorius stoppte F126 wegen Kosten und Verzögerungen
    • Pistorius sieht 2,3 Milliarden Euro Gegenforderungen
    ROUNDUP - Milliardenforderung im Streit um Aus für Fregatte F126

    BERLIN (dpa-AFX) - Das Ende des stockenden Fregattenprojekts F126 hat ein juristisches Nachspiel: Nach dem Abbruch des Vorhabens wegen Verzögerungen, Kostensteigerungen und juristischer Risiken will die beauftragte niederländische Damen-Werft gegen das deutsche Verteidigungsministerium milliardenschwere Ansprüche geltend machen, wie deren Anwalt Peter Gauweiler an Fachpolitiker des Bundestags und Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) schrieb. Die "Bild" und die "Süddeutsche Zeitung" hatten darüber berichtet. Die Schreiben lagen der Deutschen Presse-Agentur vor.

    Pistorius hatte im Juni ein Ende des Projekts entschieden. Das zunächst als Generalunternehmer beauftragte niederländische Unternehmen Damen Schelde Naval Shipbuilding (DSNS) habe zeitliche und finanzielle Rahmenbedingungen nicht einhalten können, teilte das Ministerium damals mit. Die erste Fregatte mit einer sogenannten Anfangsbefähigung hätte ursprünglich Mitte 2028 geliefert werden sollen, die folgenden Schiffe bis 2033. Das galt zuletzt als unrealistisch.

    Anzeige 
    Handeln Sie Ihre Einschätzung zu TKMS!
    Long
    72,81€
    Basispreis
    0,45
    Ask
    × 13,32
    Hebel
    Zum Produkt
    Blatt
    Short
    82,42€
    Basispreis
    0,71
    Ask
    × 12,07
    Hebel
    Zum Produkt
    Blatt
    Präsentiert von
    Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.
    Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf das Disclaimer Dokument. Beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.

    Gauweiler, der auch als früherer CSU-Politiker bekannt ist, schrieb an die Mitglieder des Haushalts- und des Verteidigungsausschusses, Damen mache wegen Vertragsbruchs gegenüber der Bundesrepublik Zahlungs- und Freistellungsansprüche in Höhe von rund 4,7 Milliarden Euro (4.679.663.394,00 netto) geltend.

    "Dabei handelt es sich nicht um außervertragliche Schadensersatzansprüche, sondern zunächst ausschließlich um vertraglich zwischen der Bundesrepublik und DAMEN vereinbarte Ansprüche", so Gauweiler weiter.

    Und: "Mögliche darüberhinausgehende zusätzliche Schadensersatzforderungen werden aktuell geprüft, denn unserer Mandantin sind durch die rechtlich völlig unbegründete Entscheidung des Bundesministers in verschiedener Hinsicht erhebliche Schäden entstanden."

    Hielten die Rüstungsbeschaffer zu lange an dem Projekt fest?

    Argumentiert wird weiter, "dass der öffentliche Auftraggeber das Projekt noch im Juni 2024 bestätigte, indem er in Kenntnis der bereits eingetretenen Projektverzögerungen und der noch im Januar 2024 kommunizierten objektiven Verzögerungsrisiken die vertraglich vereinbarte Option auf Bestellung zwei weiterer Fregatten ausübte" - und damit den ursprünglichen Vertragswert von 4,5 Milliarden auf 6,5 Milliarden Euro erhöhte.

    Betont wird, dass der Auftraggeber zum Zeitpunkt der Ausübung der Option ("Schiffe 5 und 6") im Juni 2024 "nachweislich bereits positive Kenntnis davon hatte, dass der ursprüngliche Terminplan nicht zu halten war, wozu er auch selbst beigetragen hatte".

    Gauweiler schrieb bereits am 22. September zudem einen Brief an das Ministerbüro und zielt darin auch auf Pistorius persönlich ab: "Zunächst müssen wir Sie allerdings mit der Tatsache befassen, dass sich im Zuge der zwischenzeitlichen Prüfung der Verdacht amtspflichtwidrigen Handelns der politischen Spitze des BMVg erheblich verdichtet hat."

    Pistorius hatte im Juni bei dem milliardenteuren Rüstungsprojekt nach umfangreichen Prüfungen den Stecker gezogen. Als ein Grund wurden IT-Probleme mit der Konstruktionssoftware bei den Niederländern genannt.

    Dann die Preissteigerungen: Zunächst hatten sich die Kosten für sechs F126-Fregatten auf insgesamt rund 10 Milliarden Euro belaufen sollen. Schon bei der Vergabe war die F126 damit der größte Marineauftrag seiner Art in der Geschichte der Bundeswehr. Laut Ministerium wurde für den Fall einer Fortführung des Projekts festgestellt, dass der Gesamtfinanzbedarf dann auf mehr als 18 Milliarden Euro ansteigen würde.

    Pistorius sprach schon von "prophylaktischem Gegenangriff"

    Der Verteidigungsminister sieht einen Schachzug. Den Vorwurf eines Rechtsbruchs beim Ende des milliardenteuren Fregattenprojekts hatte er schon scharf zurückgewiesen. Äußerungen im Namen der niederländischen Damen Werft seien ein "prophylaktischer Gegenangriff im Vorfeld jeder weiteren Entwicklung", sagte der Minister im Juli in Berlin.

    Ohne einem noch nicht begonnenen Verfahren vorgreifen zu wollen, sei "auch öffentlich bekannt, dass die Damen Werft weiß, dass es unsererseits Schadenersatzforderungen in Höhe von 2,3 Milliarden Euro geben könnten", sagte Pistorius.

    "Dass sich ein Unternehmen dagegen zur Wehr setzt, dass ein Auftrag aufgekündigt wird, ist zunächst mal legitim. Die Grundlage dafür ist aber Schlechtleistung des Auftragnehmers, und das wissen alle Beteiligten", sagte Pistorius. Und: "Ich sehe das ehrlich gesagt gelassen. Das mögen am Ende die Juristen prüfen." Das Verteidigungsministerium habe "sehr sorgfältig überlegt, warum wir das tun und dass wir es tun müssen, um weiteren Schaden für den Steuerzahler abwenden zu können"./cn/DP/jha

    TKMS

    -1,68 %
    -6,06 %
    -9,31 %
    -21,57 %
    -16,25 %
    ISIN:DE000TKMS001WKN:TKMS00
    TKMS direkt bei SMARTBROKER+ handelnKaufVerkauf

     

    Zusätzliche Unternehmensinformationen zur TKMS Aktie

    Die TKMS Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Minus von -0,37 % und einem Kurs von 80,00 auf Tradegate (02. Oktober 2026, 14:19 Uhr) gehandelt.

    Auf 7 Tage gesehen hat sich der Kurs der TKMS Aktie um - verändert. Der Gewinn auf 30 Tage beträgt -.

    Die letzten 5 Analysten haben ein durchschnittliches Kursziel von 110,60EUR. Von den letzten 5 Analysten der TKMS Aktie empfehlen 1 die Aktie zu halten. Das niedrigste Kursziel von Analysten liegt bei 76,00EUR und das höchste Kursziel liegt bei 125,00EUR was eine Bandbreite von -0,39 %/+63,83 % bedeutet.






    Community Beiträge zu TKMS - TKMS00 - DE000TKMS001

    Das denkt die wallstreetONLINE Community über TKMS. Was ist Ihre Meinung? Diskutieren Sie gerne gleich mit!


    dpa-AFX
    0 Follower
    Autor folgen
    Mehr anzeigen
    Die Nachrichtenagentur dpa-AFX zählt zu den führenden Anbietern von Finanz- und Wirtschaftsnachrichten in deutscher und englischer Sprache. Gestützt auf ein internationales Agentur-Netzwerk berichtet dpa-AFX unabhängig, zuverlässig und schnell von allen wichtigen Finanzstandorten der Welt.

    Die Nutzung der Inhalte in Form eines RSS-Feeds ist ausschließlich für private und nicht kommerzielle Internetangebote zulässig. Eine dauerhafte Archivierung der dpa-AFX-Nachrichten auf diesen Seiten ist nicht zulässig. Alle Rechte bleiben vorbehalten. (dpa-AFX)
    Mehr anzeigen

    Verfasst von dpa-AFX
    wallstreetONLINE bei Google bevorzugen.Sie erhalten mehr Inhalte von uns in Ihren Suchergebnissen
    ROUNDUP Milliardenforderung im Streit um Aus für Fregatte F126 Das Ende des stockenden Fregattenprojekts F126 hat ein juristisches Nachspiel: Nach dem Abbruch des Vorhabens wegen Verzögerungen, Kostensteigerungen und juristischer Risiken will die beauftragte niederländische Damen-Werft gegen das deutsche …

    Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.
    Profitieren Sie von unserem Alleinstellungsmerkmal als den zentralen verlagsunabhängigen Wissens-Hub für einen aktuellen und fundierten Zugang in die Börsen- und Wirtschaftswelt, um strategische Entscheidungen zu treffen.
    • ✅ Größte Finanz-Community Deutschlands
    • ✅ über 550.000 registrierte Nutzer
    • ✅ rund 2.000 Beiträge pro Tag
    • ✅ verlagsunabhängige Partner ARIVA, FinanzNachrichten und BörsenNews
    • ✅ Jederzeit einfach handeln beim SMARTBROKER+
    • ✅ mehr als 25 Jahre Marktpräsenz
    Aktien von A - Z: # A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
    wallstreetONLINE bei X wallstreetONLINE bei Instagram wallstreetONLINE bei Facebook wallstreetONLINE bei Youtube wallstreetONLINE bei LinkedIn
    Unsere Apps: Apple App Store Icon Google Play Store Icon
    Wenn Sie Kursdaten, Widgets oder andere Finanzinformationen benötigen, hilft Ihnen ARIVA gerne. 

    Unsere User schätzen wallstreet-online.de: 4.8 von 5 Sternen ermittelt aus 285 Bewertungen bei www.kagels-trading.de
    Zeitverzögerung der Kursdaten: Deutsche Börsen +15 Min. NASDAQ +15 Min. NYSE +20 Min. AMEX +20 Min. Dow Jones +15 Min. Alle Angaben ohne Gewähr.
    Copyright © 1998-2026 Smartbroker Holding AG - Alle Rechte vorbehalten.
    Mit Unterstützung von: Ariva Smartbroker+
    Daten & Kurse von: TTMzero