Diesel
100 Millionen Barrel: Jetzt öffnen die G7 ihre Diesel-Schleusen!
Die G7-Staaten und ihre Partner werden bis zu 100 Millionen Barrel Notfallreserven an Öl und Diesel freigeben.
- G7 geben bis zu 100 Millionen Barrel Reserven frei
- IEA koordiniert Freigabe binnen vier Monaten
- Kriege und Engpässe treiben Dieselpreise hoch
- Report: KI-Euphorie kippt - Bei diesen 5 Aktien droht der Crash!
Die Freigabe der Kraftstoffe, die von der Internationalen Energieagentur (IEA) koordiniert wird, soll in den kommenden vier Monaten erfolgen, erklärte der französische Präsident und G7-Vorsitzende Emmanuel Macron am Freitag. Die G7 wolle damit einen Rückgang der Kraftstoffpreise auslösen.
Die Entscheidung fiel, nachdem die USA mit einem Diesel-Exportverbot gedroht hatten, falls die europäischen Länder nicht mehr Dieselkraftstoff liefern würden.
Die IEA hatte bereits kurz nach Ausbruch des Iran-Krieges im März einen Plan zur Freigabe von 400 Millionen Barrel Öl koordiniert, doch die USA kritisierten Europa dafür, diese Menge nicht schnell genug zur Verfügung gestellt zu haben.
"Wir haben uns alle gemeinsam dazu verpflichtet, diese strategischen Reserven in dem von mir genannten Umfang freizugeben, wobei der Schwerpunkt auf Dieselkraftstoff liegt. Und wir alle setzen uns dafür ein, dass es keine Exportverbote gibt, und insbesondere Präsident Trump hat sich in diesem Punkt sehr deutlich geäußert", sagte Macron.
Trump erklärte am Freitag in einem Beitrag in den sozialen Medien, er begrüße diese Maßnahme.
Der Iran-Krieg hat nicht nur den Rohölpreis in die Höhe getrieben, sondern auch die Preise für Diesel und Benzin kräftig steigen lassen. Zusammen mit Russlands Krieg gegen die Ukraine hat der Konflikt die ohnehin angespannte Versorgungslage verschärft. Es fehlt an ausreichend Raffinerien, die Öl zu Benzin und Diesel verarbeiten und den Markt beliefern können.
Der Dieselpreis ist in den USA mittlerweile auf ein Rekordhoch von 6,50 Dollar pro Gallone gestiegen. In Europa kletterten die Terminpreise zeitweise über 200 Dollar je Barrel.
Ein mögliches US-Exportverbot von Diesel und Chinas Stornierung von Treibstofflieferungen im Oktober, sowie die beiden Kriege im Iran und in der Ukraine setzen den Dieselpreis aber weiter unter Druck.
Autor: Krischan Orth, wallstreetONLINE Redaktion

