Börsenwoche im Fokus: US-Banken melden Zahlen, Ukraine-Exporte brechen ein
### Wirtschaftswoche: Konjunkturdaten, Quartalszahlen und Ukraine-Exporte im Fokus
Die kommenden zwei Wochen bringen eine dichte Folge wichtiger Konjunktur- und Unternehmenstermine. Zum Auftakt am 2. Oktober stehen die Eurozonen-Inflation für September und der US-Arbeitsmarktbericht im Mittelpunkt. Zudem endet die vertiefte Prüfung der geplanten Übernahme der Ceconomy, Muttergesellschaft von MediaMarktSaturn, durch den chinesischen Onlinehändler JD.com. Die Daten dürften Hinweise auf die wirtschaftliche Lage und die weitere Geldpolitik liefern.
In Deutschland richtet sich der Blick am 5. und 6. Oktober auf Auftragseingänge, Industrieproduktion und Einzelhandelsumsätze. Auch Einkaufsmanagerindizes für Dienstleistungen und Baugewerbe werden veröffentlicht. Am 7. Oktober folgt das Protokoll der US-Notenbanksitzung. Unternehmen setzen ebenfalls Akzente: Die Deutsche Telekom veranstaltet einen KI-Investorentag, Porsche hält einen Kapitalmarkttag ab, und Andritz sowie Air Liquide informieren Investoren. Die Internationale Zuliefererbörse und eine Konferenz zu Energiespeichern ergänzen das Programm.
Am 8. Oktober veröffentlicht PepsiCo Quartalszahlen; TSMC legt seinen September-Umsatz vor. Parallel werden die deutsche Handelsbilanz und US-Arbeitsmarktdaten erwartet. Die Euro-Gruppe kommt zusammen. Am Folgetag stehen bei Delta Air Lines Quartalszahlen und ein Treffen der EU-Finanzminister an. Für den 12. Oktober sind unter anderem ein Porsche-Pre-Close-Call und ein Urteil des Oberlandesgerichts Hamm zu Fernwärmepreisen angekündigt.
Besonders ereignisreich wird die zweite Wochenhälfte. Am 13. Oktober berichten mehrere US-Großbanken, darunter JPMorgan, Wells Fargo und Goldman Sachs, über das dritte Quartal. Auch UnitedHealth und Johnson & Johnson legen Zahlen vor. Einen Tag später folgen unter anderem ASML, BlackRock, Bank of America und Morgan Stanley. Dazu kommen US-Verbraucherpreise und das Beige Book der Fed. Am 15. Oktober stehen Ergebnisse von Bank of New York Mellon und Abbott Laboratories sowie Zahlen von Alcoa und United Airlines an. Konjunkturell zählen US-Einzelhandelsumsätze, Erzeugerpreise und Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe zu den wichtigsten Veröffentlichungen. TSMC legt am 16. Oktober Quartalszahlen vor.
Unterdessen verschärft die Blockade ukrainischer Schwarzmeerhäfen die Belastung des Agrarsektors. Landwirtschaftsminister Taras Wyssozkyj zufolge sind die Exporte mehr als halbiert. Für das Wirtschaftsjahr 2026/27 könnten rund 30 Millionen Tonnen Agrargüter im Wert von etwa 30 Milliarden US-Dollar nicht ausgeführt werden. Im September erreichten die Ausfuhren 2,4 Millionen Tonnen – 46 Prozent des geplanten Volumens. Mehr als die Hälfte wird über Donauhäfen transportiert, der Rest überwiegend per Bahn. Angriffe beider Kriegsparteien haben den Schiffsverkehr weitgehend zum Erliegen gebracht. Da Russland und die Ukraine wichtige Getreidelieferanten sind, drohen Folgen für Abnehmer in Nordafrika, dem Nahen Osten und Asien.
Weizen wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Plus von +0,39 % und einem Kurs von 680,0PKT auf Ariva Indikation (02. Oktober 2026, 21:56 Uhr) gehandelt.
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