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Steigt Gold auf 13.000 Dollar?

Inflation ist kein Problem mehr. Zumindest, wenn man den Politikern glaubt, dann ist das Gespenst früherer Jahrzehnte längst besiegt, die Preise stabil. Seltsam ist dabei nur eines: Wo man sich auch umhört, nahezu jeder, der einigermaßen bei Verstand ist, bestätigt, dass man für viele Dinge des täglichen Bedarfs heute in Euro gerechnet genauso viel bezahlt, wie zu Zeiten der D-Mark. Ein populäres Beispiel: Der Liter Sprit kostet heute eben nicht mehr 1,45 D-Mark, sondern 1,45 Euro. Vielleicht haben wir alle da irgendetwas falsch verstanden.

Wussten Sie übrigens, dass es in Zeiten anziehender Inflationsraten an den Börsen typischerweise zu stark schwankenden Kursen kommt, zermürbenden Seitwärtsbewegungen, die jeden Langfrist-Anleger den letzten Nerv kosten?

Die letzte Phase dieser Art gab es in den 1970er Jahren. Wie sich der Dow Jones seinerzeit entwickelte, das sehen Sie hier:



30 oder auch mal 50 Prozent rauf, dann wurde der Rückwärtsgang eingelegt und die Gewinne von ein oder zwei Jahren waren futsch. Interessant ist dies auch im Hinblick auf die Abgeltungssteuer, die uns in naher Zukunft beschäftigen wird. Was würde das Finanzamt wohl dazu sagen, sollte es bei Langfrist-Anlegern ab 2009 gar keine Gewinne mehr zu versteuern geben? Weil die allermeisten Anleger immer wieder mit Verlusten ausgestoppt werden?

Aus dem geplanten Reibach für die Staatskasse würde einer der größten Steuer-Flops aller Zeiten. Man könnte fast darauf wetten, dass es so kommen wird. Denn warum sollte die Börse immer nur die Anleger an der Nase herumführen? Es wäre doch nett, wenn zur Abwechslung einmal die Politiker dran wären. Als Strafe für ihr Märchen von der Inflation.

Was das alles mit dem Goldpreis zu tun hat? Eine ganze Menge. In der folgenden Abbildung sehen Sie, wie sich die Aktien aus dem Dow Jones während der vergangenen 40 Jahre in Relation zum Gold entwickelt haben:



Bemerkenswert ist dabei die Phase hoher Inflationsraten während der 1970er Jahre. Seinerzeit notierte das Verhältnis bei etwa 1,0. Das bedeutet: Für den Gegenwert einer Unze Gold konnte man, im übertragenen Sinne, „einen Dow Jones“ kaufen. Der Weltleitindex und der Goldpreis lagen in etwa gleichauf.

Nun ist Gold die klassische Fluchtwährung in Zeiten anziehender Inflationsraten. Das liegt unter anderem daran, dass Gold, anders als Papiergeld, nicht in beliebiger Menge produziert werden kann: Während die Geldmenge seit Anfang der 1980er Jahre um den Faktor neun „aufgeblasen“ wurde, stieg die Menge des verfügbaren Goldes in der gleichen Zeit nur um den Faktor 1,3.

Daraus ergibt sich eine Preisstabilität beim Gold, die umso attraktiver wird, je stärker der Wert des Papiergeldes fällt. Nicht umsonst steigt das Gold derzeit wegen des unablässig fallenden US-Dollars immer weiter an.

Wie man in der Grafik oben erkennt, ist der Trend eindeutig: Seit einigen Jahren hängt der Goldpreis die Aktien aus dem Dow Jones ab: Gold-Investments bringen eine höhere Rendite als Aktieninvestments.

Die Frage ist, wie lange das noch so weiter geht und ob wir in naher Zukunft erneut ein Verhältnis Gold - Dow Jones von 1,0 sehen werden. Einen Goldpreis von 13.000 US-Dollar also.

In der aktuellen Ausgabe des Antizyklischen Börsenbriefs, die soeben erschienen ist, gehen wir dieser Frage nach, und wir sagen unseren Leser, was jetzt zu tun ist. So viel sei gesagt: Gedanken, die auf den ersten Blick völlig utopisch erscheinen, haben nach unserer Erfahrung an der Börse besonders gute Aussichten, Realität zu werden.

Anmeldungen unter www.antizyklischer-börsenbrief.de




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Gastautor: Andreas Hoose
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