Geht es den „bösen Spekulanten“ an den Kragen?

Autor: Jörg Bernhard
14.08.2008, 14:10  |  1524   |   |   

Sollte ein Vorschlag der US-Kartellbehörde in entsprechende Gesetze einfließen, könnte es noch Ende dieses Jahres für große Spekulanten schwieriger werden, Märkte in die gewünschte Richtung zu manipulieren. Getrieben von den hohen Energiepreisen sollen Strafen in Höhe von bis zu einer Mio. Dollar möglich sein, um den Spekulanten das Geschäft zu verderben. Damit steigt für diese Investoren das finanzielle Risiko deutlich an und erwächst nicht mehr allein aus der jeweiligen Long- oder Short-Position an Futures. Dass Manipulationen grundsätzlich möglich sind, lassen zahlreiche unerklärbare Futures-Bewegungen zwar vermuten, ein wasserdichtes Regelwerk zu installieren, dürfte allerdings ausgesprochen schwierig werden. So müsste ein effektiver Manipulationsschutz nicht nur bei börsennotierten Futures, sondern auch im außerbörslichen Bereich greifen. Gesetzliche Initiativen stellen daher eine Gratwanderung dar. Zu viel Bürokratie könnte schließlich zu einer reduzierten Liquidität führen. Dies würde die Marktteilnehmer treffen, die an Terminmärkten vor allem ihre Preisrisiken absichern möchten. Schlechtere Bedingungen könnten dann zu höheren Energiekosten führen, die aller Voraussicht nach auf die Verbraucher umgelegt werden.

Rohöl: Volatilität lässt nach

Nach den Turbulenzen der vergangenen fünf Tage, in denen der WTI-September-Future tägliche Handelsspannen zwischen 3,64 und 5,40 Dollar aufwies, scheinen die Marktteilnehmer heute einen Gang runter zu schalten. Bislang schwankte der nächstfällige WTI-Future um lediglich 1,61 Dollar. Am Nachmittag stand ein Plus von 0,30 auf 116,30 Dollar zu Buche. Natürlich sollte man den Tag nicht vor dem Abend loben, aber angesichts der bislang dünnen Nachrichtenlage wäre ein weiterhin ruhiger Tag zum Sammeln der Gedanken und zum Entwickeln konkreter Strategien sicherlich nicht schädlich.

Auch beim Gold scheinen sich die Gemüter zu beruhigen. Der am aktivsten gehandelte Gold-Future mit Fälligkeit im Dezember schwankte zwischen 832,1 und 842,9 Dollar. Am Nachmittag wies er ein Plus von 9,3 auf 840,80 Dollar auf. Noch am Montag fiel die Spanne zwischen Tageshoch und –tief mit 48,20 Dollar um den Faktor vier höher aus.
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