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US-Wahl Entscheidung!

Gastautor: Bernd Niquet
06.09.2008, 14:00  |  2240   |   |   

Der Klamauk geht weiter

In dieser Woche habe ich wieder viel gelernt. Robert Rethfeld vom „Wellenreiter-Invest“ sei Dank. Da alle Untersuchungen eine enge Korrelation der Wiederwahl eines US-Präsidenten der regierenden Partei mit steigenden Aktienkursen zeigen, folgt, sagt er, dass der Oktoberverlauf der Börse die US-Wahl entscheidet.

Ich hingegen habe immer gedacht, dass es umgekehrt wäre, dass die Wahl über die Börse entscheidet oder dass die Kausalitäten im Kreis herum laufen und dass die Wahl selbst davon abhängig ist, ob eine Siebzehnjährige ein Kind bekommen hat, ob jemand eine Frau oder ein Farbiger ist, ob die Bühne, auf der er spricht, höher oder niedriger ist, dass es auf die Kameraeinstellung ankommt und darauf, ob das Gesicht von der rechten oder linken Seite gezeigt wird.

Schlichtweg an alle diese wichtigen Dinge habe ich gedacht. Alle diese wichtigen Dinge, dachte ich, entscheiden darüber, wer der neue US-Präsident wird. Doch anscheinend habe ich mich da getäuscht. Die Börse wird es also sein. Und deswegen wird John McCain, wenn er den „Wellenreiter-Invest“ gelesen hat, sicherlich noch einmal Geld leihen und auf Hausse spekulieren, und Barack Obama wird, wenn er den „Wellenreiter-Invest“ gelesen hat, noch einmal Geld leihen und auf Baisse spekulieren.

Aus diesem Grunde hat das Wahlkampfteam von Obama dann auch den Sohn von McCain in den Verwaltungsrat des neuesten Bankzusammenbruchs geschmuggelt, weil das die klaren Kausalitäten, die der „Wellenreiter“ herausgearbeitet hat, wenigstens etwas vernebelt. Aber das ist nun schon wieder eine ganz andere Geschichte ....


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