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Candlesticks GOLD – mit Warnsignalen

15.10.2008, 10:41  |  4287   |   |   
Liebe Leserin, lieber Leser, im Zuge der Finanzkrise sowie des Aktiencrashs kam es zu einer verstärkten Nachfrage auch von physischem Gold, das Papiergeld leidet unter einem Vertrauenseinbruch. Doch trotz des starken Interesses von Anlegern an Gold als Krisenwährung konnte der Kurs in USD nicht stärker anziehen und musste leichte Rückschläge in den letzten Tagen erleben. Dieser Umstand mahnt zur Vorsicht - denn in der Regel zeigt ein solch widersprüchliches Kursverhalten eine starke Schwäche an. Anleger in Gold sollten daher konsequent Stops setzen. Die charttechnischen Aspekte sind allerdings noch im grünen Bereich. Die langfristigen Aufwärtstrends sind intakt - die Rückgänge seit Jahresanfang stellen bislang eine Konsolidierung im langfristigen Aufwärtstrend dar. Die Aussichten:


Gold mit Risiken aus langfristiger Sicht:


Monatschart \'GOLD :


Die langfristigen Aufwärtstrends sind intakt. Hierbei wurde der seit 2001 bestehende Trendkanal nach oben verlassen und seit 2005 entwickelt sich ein zweiter, dynamisch verlaufender Aufwärtstrendkanal. Bezogen auf die anzunehmende zukünftige Richtung und Schwankungsbreite besteht die Chance, in 2009 auch an die Rückkehrlinie (obere Begrenzung des Aufwärtstrendkanals) zu laufen - diese Annahme offeriert ein Kursziel von 1.300 bis 1.500 USD. Für dieses Szenario muss der Goldpreis das letzte Top nach oben verlassen.

Da allerdings der Aufwärtstrend in den letzten zwei Monaten nochmals getestet wurde und bislang keine nachhaltige Ablösung nach oben erfolgte, besteht letztlich auch das Risiko einer Abschwächung der Aufwärtsdynamik und eines Rückfalls. Im worst-case-Szenario würde ein Break des Aufwärtstrends zu einem Rückschlag bis ca. 500 USD führen können. Insbesondere ein Monthly-Close unter 730 USD wäre ein sehr negatives Signal.

Die letzten Monatskerzen lassen eine klare Richtungsprognose nicht zu - die Kerzen zeigen vor allem Unsicherheit und eine fortgesetzte Seitwärtsbewegung an.


Wochenchart \'GOLD :


Nach den langfristigen Monatskerzen betrachten Sie bitte die Wochenkerzen. Die schnellen Richtungsänderungen seit dem Sommer 08 zeigen Unsicherheit im Markt an - seit rund 4 Wochen bildet sich zudem eine Seitwärtsrange zwischen ca. 820 und 910 USD aus. Erst ein Weekly-Close ausserhalb dieser Range wird einen kurzfristigen Richtungsimpuls liefern - nach oben sollte dann der Abwärtstrend erreicht werden mit Breakversuch - nach unten dürfte die Unterstützung bei ca. 774 USD getestet werden. Klar negativ wäre ein Fall unter das Jahrestief per Weekly-Close mit dynamischem Abwärtspotential.


Tageschart \'GOLD :


Die Tageskerzen zeigen detaillierter die aktuelle Handelsbandbreite. Zur Vorsicht mahnt vor allem der Fehlausbruch über den Widerstand bei ca. 910 USD in der letzten Woche. Trotz der massiven Kurseinbrüche an den Aktienmärkten konnte der Goldpreis hiervon nicht stärker profitieren - und rauschte in den letzten Tagen wieder abwärts. Der Fehlausbruch beinhaltet das Risiko eines Kursverfalls unter die Unterstützung bei ca. 820 USD mit Ziel 774 bis 736 USD. Ein sehr kurzfristiges positives Signal wäre ein Anstieg über 875 USD mit Ziel 910 USD sowie der damit verbundenen Chance eines nochmaligen Breakversuchs nach oben.


Fazit der drei Zeitebenen:
Die langfristigen Trends sind intakt und Longpositionen können mit Stops abgesichert gehalten werden. Kurzfristig besteht auf Grund eines Fehlsignals jedoch das Risiko nochmaliger Abgaben, die sich im worst-case-Szenario deutlich negativ entwickeln könnten. Denn eine Ablösung auch im langfristigen Chart von der aktuell getesteten Aufwärtstrendlinie des seit 2005 bestehenden Aufwärtstrend ist noch nicht erfolgt. Erst ein Bruch des seit Jahresanfang bestehenden mittelfristigen Abwärtstrends und in Folge ein neues Top würde Gold auf neue Rekordniveaus katapultieren.


Ihr Stefan Salomon

Datenfeed mit freundlicher Genehmigung der www.bsb-software.de


Kontakt:Stefan Salomon



Anmerkung: Die Analysen dienen nicht als konkrete Handelsempfehlung. Eine Haftung für Vermögensschäden ist ausgeschlossen.

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