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Gold zeitweise über 800 Dollar

24.11.2008, 10:10  |  1363   |   |   
Die Sorge um die Weltkonjunktur und die Probleme der Citigroup haben vor dem Wochenende einen regelrechten Run auf Gold ausgelöst und beim Dezember-Future am Freitag zu einem Tagesgewinn von 43,10 auf 791,80 Dollar geführt. Damit wurden die charttechnischen Widerstände im Bereich von 780 Dollar signifikant überschritten. Neben dem Kaufargument „sicherer Hafen“ verstärkten Short-Eindeckungen diverser Marktteilnehmer den Aufwärtstrend. Diese hatten auf dem erhöhten Goldpreisniveau wieder mit einer Korrektur gerechnet und wurden somit auf dem falschen Fuß erwischt. Außerdem wurden nach dem Verfall der Gold-Optionen mit Fälligkeit im Dezember wieder verstärkt Long-Positionen aufgebaut.
Der am Freitag veröffentlichte COT-Report (Commitments of Traders) der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) wies in der Zeit vom 11. bis 18. November bei den Großspekulanten (Non-Commercials) einen Anstieg der Netto-Long-Position von 52.000 auf 64.800 auf. Das heißt: Der Optimismus ist weiter angestiegen. Besonders auffällig war beim jüngsten Update der CFTC, dass die Anzahl offener Kontrakte von über 460.000 auf rund 290.000 zurückfiel. Den Löwenanteil hatten mit über minus 144.000 Futures allerdings die Marktteilnehmer aus der Branche (Commercials) verursacht, während auf das Konto der spekulativen Non-Commercials lediglich ein Minus von 3.500 Kontrakten ging. Dies deutet darauf hin, dass das Risiko von Zwangsliquidierungen bei den Non-Commercials noch nicht völlig aus der Welt geschafft ist. Sollte der Dezember-Future wieder unter 780 Dollar zurückfallen, drohen daher charttechnische Verkäufe. Diese sollten aber spätestens im Bereich der massiven Unterstützungszone von 700 Dollar wieder zum Erliegen kommen. Am Montagvormittag behauptete sich der am aktivsten gehandelte Future mit Fälligkeit im Dezember und ermäßigte sich bis gegen 9.20 Uhr (MEZ) lediglich um 0,20 auf 791,60 Dollar.

Rohöl reagiert positiv auf Obamas Dream-Team

Neue Hoffnung auf eine Wende zum Besseren lieferte das Herauskristallisieren der künftigen Regierungsmannschaft des designierten US-Präsidenten Barack Obama, das am heutigen Montag der Öffentlichkeit präsentiert werden soll. Besonders positiv reagierte der Markt auf die Besetzung der Schlüsselposition Finanzministerium. Dort soll der bisherige Chef der Federal Reserve in New York das Zepter übernehmen. Unterstützung erfährt der 47-jährige von Larry Summers, der dieses Amt unter Bill Clinton innehatte. Als Spitzenberater mit besonders großem Erfahrungsschatz wird der 81-jährige Paul Volcker gehandelt, der von 1975 bis 1979 Chef der Federal Reserve in New York war und danach bis 1987 der US-Notenbank Fed vorstand.

Der Future auf WTI mit Fälligkeit im Januar präsentierte sich am Montagvormittag schwach und ermäßigte sich bis gegen 9.40 Uhr (MEZ) um 0,77 auf 49,16 Dollar an. Der entsprechende Kontrakt auf Brent fiel um 0,86 auf 48,33 Dollar zurück.

Die Rohstoffe im Überblick:
Brent Crude Oil
Gold
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