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Rohöl Abwärtsdynamik verschärft sich

05.12.2008, 10:07  |  2208   |   |   
Am gestrigen Donnerstag schloss der nächstfällige Future auf WTI bei 43,67 Dollar und verlor damit gegenüber dem Vortag 6,7 Prozent. Schuld daran waren wieder einmal die Ängste vor einer tiefen und lang andauernden Rezession. Schwache Einzelhandels- und Arbeitsmarktdaten haben diese Befürchtungen bestärkt. Mittlerweile werden am Markt sogar Kursziele deutlich unter 40 Dollar genannt. Wachsende Lagerbestände, sinkende Auslastungen der Raffinerien und eine deutlich rückläufige Nachfrage von Rohöl lassen den Preis purzeln. Dies mag Autofahrer oder Hausbesitzer, die mit Öl heizen, zwar freuen, weil notwendige Investitionen in die Infrastruktur aufgrund des niedrigen Preises unterlassen werden, könnte sich die heutige Freude über niedrige Preise aber als kurzfristig erweisen. In einer Art Boomerangeffekt droht dann nämlich eine Preisexplosion, falls das Wachstum der Ölnachfrage die Steigerungsraten vergangener Jahre wieder erreichen sollte. Zugegeben, danach sieht es derzeit ganz und gar nicht aus, aber das Risiko einer Übertreibung nach oben wäre dann erneut akut und würde den erdölabhängigen Nationen neue Probleme bereiten. Ganz zu schweigen, dass sich das Wachstum bei erneuerbaren Energien angesichts des niedrigen Ölpreises und der internationalen Kreditkrise deutlich beruhigen könnte und sich damit die fossile Abhängigkeit weiter fortsetzen würde.
Der Future auf WTI mit Fälligkeit im Januar zeigte sich am Freitagvormittag weiter schwach und fiel bis gegen 9.30 Uhr (MEZ) um 0,09 auf 43,58 Dollar. Der entsprechende Kontrakt auf Brent ermäßigte sich um 0,25 auf 42,03 Dollar.

Erdgas: Charttechnisches Verkaufssignal

So schnell kann es gehen. Gestern Nachmittag haben wir im Zusammenhang mit Erdgas noch von einer massiven Unterstützungszone berichtet, heute ist dies bereits Geschichte. Mit dem gestrigen Absturz von Erdgas um mehr als fünf Prozent wurde die charttechnische Unterstützung bei 6,22 Dollar nachhaltig unterschritten. Und das trotz der Vorhersage kalten Wetters in wichtigen Abnehmerregionen der USA.
Der am aktivsten gehandelte Future auf Erdgas mit Fälligkeit im Januar fiel am Freitagvormittag sogar unter die psychologisch wichtige Marke von 6,00 Dollar und ermäßigte sich bis gegen 9.30 Uhr (MEZ) um 0,13 auf 5,887 Dollar pro MBTU.

Gold: Anzeichen von relativer Stärke

Im Vergleich mit fossilen Energieträgern oder Industriemetallen kann man bei Gold fast schon von relativer Stärke sprechen. Während bei den zyklischen Rohstoffen regelmäßig neue Mehrjahrestiefs markiert werden, notiert das gelbe Edelmetall rund 10 Prozent über seinem Jahrestief. Beim Gold ging es am Vormittag etwas nach oben. So zog der nächstfällige Future bis gegen 9.30 Uhr (MEZ) um 5,80 auf 769,60 Dollar an. Der am aktivsten gehandelte Februar-Kontrakt verteuerte sich um 6,00 auf 771,50 Dollar.

Die Rohstoffe im Überblick:
Brent Crude Oil
Gold
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Disclaimer: Die in diesem Artikel enthaltenen Angaben stellen keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar. Eine Haftung wird nicht übernommen.


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