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Finanzwerte drehen Dow in positives Terrain

05.12.2008, 20:41  |  2055   |   |   
Die aktuellen Zahlen zum Arbeitsmarkt waren für die Börse wieder einmal ein harter Schlag. Mit einem Rückgang der Beschäftigtenzahlen (ohne Landwirtschaft) in Höhe von 533.000 Stellen legte man den stärksten Rückgang seit 30 Jahren hin. Die Arbeitslosenquote markierte mit 6,7 Prozent den höchsten Stand seit 15 Jahren. Damit scheint die Rezession tiefer zu werden als bislang erwartet. Einige Volkswirte prognostizieren auf Jahressicht bereits einen Rückgang der Wirtschaftsleistung um vier Prozent.

Die miserablen Konjunkturaussichten haben bei Rohöl einen neuerlichen Sell-off ausgelöst und den nächstfälligen Future auf WTI zeitweise auf ein Tief von 40,85 Dollar gedrückt. Energieaktien folgten dem Ölpreis. So fiel die Aktie von Exxon Mobil bis gegen 20.00 Uhr (MEZ) um 2,9 Prozent auf 74,05 Dollar. In der zweiten Sitzungshälfte drehte der Dow dann wieder in Richtung Nulllinie, getrieben von deutlich anziehenden Aktien aus dem Finanzdektor. Besonders positiv entwickelten sich dabei die Aktien von Citigroup (+3,7 Prozent) und JPMorgan Chase 3,1 Prozent.
Der Dow-Jones zeigte sich bis gegen 20.30 Uhr (MEZ) von seinen anfänglichen Kursverlusten deutlich. Dabei wies er ein Plus in Höhe von 0,1 Prozent auf 8382 Zähler auf, der breiter gefasste S&P-500 legte um 0,30 Prozent auf 848 Punkte zu und der Technologieindex Nasdaq erzielte mit 1463 Zählern einen Gewinn von 1,20 Prozent.

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Ölpreis stürzt in Richtung 40 Dollar

Rohöl bleibt angesichts der miserablen Konjunkturaussichten unter Druck. Nachdem der nächstfällige Future auf WTI am Donnerstag einen Tagesverlust von 6,7 Prozent erlitt erholte er sich am Freitag zunächst. Um 20.00 Uhr (MEZ) verbuchte er mit 42,19 Dollar wieder ein dickes Minus von 1,48 Dollar.
Beim Gold kann im Gegensatz zu vielen anderen Rohstoffen aus dem Energie- bzw. Industriemetallsektor fast schon von relativer Stärke gesprochen werden. Während die zyklischen Rohstoffe regelmäßig auf neue Mehrjahrestiefs fallen, notiert der Goldpreis trotz seines heutigen Rückschlags noch über acht Prozent über seinem Jahrestief vom 24. Oktober. Der am aktivsten gehandelte Februar-Kontrakt fiel bis gegen 20.00 Uhr um 12,10 auf 753,40 Dollar.

DAX leidet mit den Amerikanern

Schwache Vorgaben aus den USA und Asien haben am Freitag dazu geführt, dass der DAX um vier Prozent auf 4.381,47 Zähler fiel. Konjunktursorgen bleiben das Markt bestimmende Thema. Die Zahlen vom Arbeitsmarkten waren wieder einmal schlecht. Zum elften Mal in Folge sank die Anzahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft, diesmal um 533.000 Stellen und damit stärker als erwartet. Die weitere Richtung für DAX und Dow war damit klar. Der Jobabbau gewinnt im Zuge der Krisen in der Automobil- und Finanzbranche immer mehr an Dynamik. Noch ziert sich der US-Kongress, der heimischen Autobranche weitere staatliche Hilfen zu gewähren. Nicht auszudenken, wie sich der Arbeitsmarkt entwickelt, falls die beiden konkursgefährdeten Unternehmen General Motors und Chrysler nicht fusionieren, sondern pleite gehen und sich möglicherweise in Luft auflösen. Allein GM hat über 250.000 Mitarbeiter auf der Gehaltsliste stehen und die Anzahl der Mitarbeiter aus der Zuliefererbranche dürfte diese Zahl deutlich übertreffen.
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