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US-Börsen wollen schon wieder nach oben

08.12.2008, 20:22  |  1923   |   |   
Der Dow-Jones startete die neue Börsenwoche ebenfalls positiv. Mit einer Eröffnung bei 8637,65 Zählern lag man zwar nur marginal über dem Freitagsschluss, danach gab der Index aber mächtig Gas und markierte bei 8978,54 sein vorläufiges Tageshoch. Gegen 20.20 Uhr (MEZ) wies er mit 8901 Zählern ein Plus von 3,1 Prozent auf, der breiter gefasste S&P-500 zog um 3,0 Prozent auf 903 Punkte und der Technologieindex Nasdaq wies mit 1560 Zählern ein Plus von 3,4 Prozent auf. Die größte Arbeitsbeschaffungsmaßnahme des US-Staats seit 50 Jahren war für die gute Stimmung maßgeblich verantwortlich. Obama möchte durch die Investitionen in die Infrastruktur des Landes in den nächsten zwei Jahren 2,5 Millionen Arbeitsplätze schaffen bzw. erhalten. Angeführt wurde die Liste der Dow-Jones-Werte mit den höchsten Tagesgewinnern durch zwei Aktien in den Wochen zuvor massiv heruntergeprügelt wurden: General Motors (+16,9 Prozent) und Alcoa (+15,7 Prozent). Während der Autowert von den Fortschritten bei der Verhandlung mit dem US-Kongress über Staatshilfen profitierte, halfen dem Rohstoffunternehmen die verbesserte Chance auf Rettung wichtiger Kunden aus dem Autosektor sowie die Stabilisierung bei den Rohstoffpreisen. An eine Rettung der US-Autobauer glauben nicht alle Marktbeobachter. Prominentestes Beispiel: Der diesjährige Wirtschafts-Nobelpreisträger Paul Krugman geht davon aus, dass mit dem geplanten Rettungspaket die Insolvenz sich lediglich um zwei Monate nach hinten verschieben würde. Grundsätzlich halte er aber Konjunkturprogramme zur Ankurbelung der Wirtschaft für sinnvoll.

Die brutale Logik der Märkte trat heute auch bei der Aktie von Dow Chemical zu Tage. Das Unternehmen gab bekannt elf Prozent seiner weltweiten Belegschaft zu entlassen – das sind immerhin 5.000 Mitarbeiter – und wurde dafür bejubelt. Die Aktie, die dem Dow nicht angehört, verteuerte sich überdurchschnittlich um 6,8 Prozent auf 20,29 Dollar.

Ölpreis gewinnt rund sieben Prozent

Obamas Arbeitsbeschaffungsmaßnahme verhalf nicht nur Aktien, sonder auch diversen Rohstoffen wieder auf die Beine. Grund: Investitionen in die Infrastruktur sind meist mit einem erhöhten Rohstoffbedarf verbunden. Nach schwachem Start wurde Rohöl, der wichtigste Rohstoff der Welt, am heutigen Tag immer teurer. Nachdem der nächstfällige Future auf WTI bei 41,64 Euro eröffnet hatte, kannte er nur eine Richtung und die zeigte nach oben. Um 19.45 Uhr (MEZ) stand der Kontrakt mit 43,17 Dollar rund 2,36 Dollar im Plus.
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