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COT-Report Rohöl-Pessimismus der Großinvestoren wächst

14.03.2009, 15:00  |  2196   |   |   
Der am Freitag veröffentlichte COT-Report (Commitments of Traders) der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) setzte bei den Futures auf WTI den Trend der Vorwoche fort. Der Pessimismus der Großinvestoren (Non-Commercials) hat sich sogar signifikant erhöht. So stieg die die Netto-Short-Position von 532 Futures (3. März) auf 6.015 Kontrakte (10. März) an. Dies bedeutet: Die Short-Seite übertraf mit insgesamt 203.070 Futures die Long-Seite (197.055 Futures) um 6.015 Kontrakte. Negativer war die Stimmung dieser Investorengruppe zuletzt am 11. November 2008. Zugleich wuchs die Anzahl der offenen Kontrakte um 18.529 auf 1,21 Millionen Futures an.
Bei den Kleinspekulanten (Non-Reportables) entwickelte sich die Marktmeinung hingegen genau entgegengesetzt. Nachdem in der Vorwoche noch eine Netto-Short-Position von 3.269 Futures auf einen relativ starken Pessimismus hinwies, gab es aufgrund eines massiven Abbaus auf der Short-Seite nunmehr eine Netto-Long-Position von immerhin12.919 Kontrakten. Wer auf kurze Sicht das „richtige Näschen“ gehabt hat, wird sich in der kommenden Woche zeigen. Die Richtung der Ölpreise dürfte dabei vor allem vom Ausgang des am Sonntag stattfindenden OPEC-Treffens abhängen, wobei im Vorfeld die Unsicherheit diesbezüglich sehr hoch war.

Gold-Optimismus erodiert weiter

Auch beim Gold setzte sich der Trend der Vorwoche verstärkt fort. So reduzierte sich die Netto-Long-Position der Großinvestoren (Non-Commercials) im Berichtszeitraum von 159. 293 auf 144.788 Futures (-9,1 Prozent). Dieses Niveau stellte den schwächsten Optimismus seit dem 27. Januar dar. Besonders auffällig war hier der starke Rückgang der Long-Positionen um 11.420 Kontrakte.
Die Argumente „sicherer Hafen“ und „Inflationsschutz“ ziehen angesichts aufkommender Deflationssorgen offensichtlich nicht mehr. Zusammen mit der massiven Erholung der Aktienmärkte haben sich die Perspektiven des gelben Edelmetalls spürbar verschlechtert. Langfristig orientierte Investoren gehen jedoch davon aus, dass die explodierende Geldmenge und die hohen Staatsschulden irgendwann zu einer hohen Inflation führen werden. Dann dürften sich die traditionellen Argumente bei den Anlegern wieder durchsetzen und entsprechende Preisreaktionen nach sich ziehen.

Die Rohstoffe im Überblick:
Brent Crude Oil
Gold
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