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Sind Aktien wirklich billig?

Gastautor: Heiko Aschoff
14.03.2009, 18:45  |  3831   |   |   
Die Wall Street hat am Dienstag von den beruhigenden Äußerungen von Citigroup-Chef Pandit profitiert. Demzufolge ist das Geschäft der Citigroup in den ersten drei Monaten 2009 so gut wie seit dem 3. Quartal 2007 nicht mehr gelaufen. Hinzu kamen Äußerungen der US-Notenbank und Börsenaufsicht, Leerverkäufe weiter einzuschränken.

Die Nachrichten lösten auf den extrem überverkauften Märkten weltweit ein kleines Kursfeuerwerk aus. Kein Wunder, dass sich viele gestresste Anleger erneut fragen: startet endlich die lang ersehnte Erholungsrallye? Oder gar mehr? Starke Kurssprünge, ausgelöst von bedeutenden (fundamentalen) Nachrichten, begleitet durch ein hohes Marktvolumen, haben zumindest das Zeug dazu.

Der legendäre Spekulant Jesse Livermore würde es wohl als Pivottag bezeichnen. Ein Ereignis, dass eine Wende bringen kann (beachten Sie bitte das Wort „kann“ – nicht „muss“). Jedenfalls lohnt es sich, bei solchen Ereignissen genau zu verfolgen, ob der Markt den Pivottag mit seinem Kursverhalten bestätigt.

Andere Investoren lassen sich von so etwas nicht beirren und vertrauen lieber auf ihre fundamentalen Analysefähigkeiten. Warum nicht, solange die Resultate stimmen. Schließlich gibt es nicht DIE allein selig machende Anlagestrategie. Auch ich schaue mir gerne die fundamentale Seite an, aber übertreibe es nicht. Was nützt mir die scheinbar „am meisten unterbewertete Aktie der Welt“, wenn sie nicht steigt (zumindest wenn ich sie habe)? Ein gern verwendetes Kriterium - um nur ein Beispiel zu nennen - ist der Buchwert eines Unternehmens im Verhältnis zu seinem Aktienwert. Je höher der Buchwert, desto besser lautet die bilanziell geprägte Einschätzung.


Quelle: BayernLB, Thomson Datastream

Die Sichtweise lässt sich dank guter Datenanbieter relativ leicht auf Aktienindizes übertragen. In dem oberen Chart sehen Sie das Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) des Datastream-Total-Market-Index für den Euroraum auf Monatsbasis. Demnach notiert das KBV unter dem langjährigen Durchschnitt. Ist ein Markt deswegen preiswert im Sinne von kaufenswert? Es ist müßig darüber zu spekulieren. Die Vergangenheit zeigt, dass „preiswerte“ Niveaus über Jahre bestehen bleiben können. Ein Vergleich des KBV-Charts mit den gängigen Aktienindizes offenbart die Konsequenzen. Warum nicht abwarten, bis die Märkte die „These preiswerter Märkte“ mit nachhaltig steigenden Kursen belohnen? Oder der Pivottag…In der Zwischenzeit ist der Langfristinvestor gut beraten, sein Pulver trocken zu halten.

Möchten auch Sie von meinen Investment Ideen profitieren? Oder suchen Sie aussichtsreiche Handelsanregungen? Dann schauen Sie doch einfach mal vorbei!

Ihr Heiko Aschoff
Diplom-Kaufmann
www.institutionell.INFO
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