Trading-Gezwitscher

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    yes we can? NO

    Das spannendste Ereignis des Vormittags war der Besuch von US-Präsident Obama in Deutschland. Zeitgleich entspannte sich der Deutsche Aktienindex innerhalb einer sehr engen Handelsspanne von nur 40 Punkten vor den mit Spannung erwarteten US-Arbeitsmarktdaten des Monats Mai. Ebenfalls mit geringer Volatilität von 35 Punkten wartete der Bundfutureauf Marktteilnehmer. Als 14.30 Uhr die Daten besser als erwartet der Öffentlichkeit präsentiert wurden (Rückgang der Beschäftigten um 504.000 anstatt der prognostizierten 520.000), schoss der DAX um 70 Punkte nach oben und verfehlte damit nur knapp ein neues Monatshoch. Der US-Ölpreis WTI (hier Brent Crude Oil) erreichte mit rund 70 Dollar ein neues Jahreshoch. Parallel stieg der Euro im Verhältnis zum US-Dollar 100 Ticks an auf 1,4260. Die Partylaune in der europäischen Gesamtwährung war jedoch schnell beendet. In Folge einer genaueren Interpretation der Daten, besonders des Anstieges der Arbeitslosenquote auf 9,4 Prozent (Vormonat 8,9 Prozent) kehrte sich die Bewegung komplett um. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt kämpft der EUR/USD mit der runden Marke von 1,40.

    Intraday-Reversal
    Der für viele Marktteilnehmer als langweilig empfundene Vormittag wurde dennoch von einigen Spezialisten der Community optimal genutzt. Zu erwähnen ist hierbei einmal mehr Roundturn_50Mark und caruso2, welche im DAX trotz der engen Handelsspanne mit Limits einige Punkte verdienen konnten. Das Reversal am Nachmittag begann beim EUR/USD und war sicherlich für viele Marktteilnehmer überraschend. Eine erste Vermutung von andimaus: „der Euro hat die Schweinegrippe” wurde von offizieller Seite nicht bestätigt. Dennoch konnten einige User wie jaxn oder HerrKoerper, welche sich u.a. auf den Währungshandel spezialisiert haben, mit dieser Bewegung mehr als 100 Punkte Gewinn für sich verbuchen.
    Selbige Vermutung für den DAX wurde bereits von viper454 um 14.45 Uhr geäußert, doch erst mit Eröffnung der US-Märkte verflog das letzte Stück Euphorie dort. Bis 16 Uhr wurden zudem alle GAP’s in den wichtigsten US-Indizes geschlossen. Dies wirkte sich selbstverständlich negativ auf den DAX aus, welcher getreu dem Motto: „wenn die Wallstreet hustet hat der DAX eine Grippe” sehr zügig bis zu einem neuen Tagestief durchgereicht wurde. Eine kleine Erholung zum XETRA-Schluß verhinderte die Nachfrage innerhalb der Community nach den Gewinnmitnahmen vor dem Wochenende.
    Gerade nach so einem Handelsnachmittag muss jedem Markt-Akteur bewusst werden, dass man bei solchen volatilen Ereignissen in kürzester Zeit nicht nur Gewinne erzielen kann. Beim Trading mit gehebelten Finanzprodukten (CFD’s, Derivate) muss ständig das Risiko dieser Hebelwirkung beachtet werden, oder wie andimaus am späten Nachmittag resümierte: „ab 14.30 Uhr braucht man Stahleier”. Dies möchte ich allen Lesern zum Nachdenken mit auf den Weg ins Wochenende geben.

    Ausblick
    Eine kurstechnisch „nichts-sagende Woche” geht zu Ende. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt notiert der DAX in etwa auf dem Stand von Montagmorgen. Daraus eine Prognose für die weitere Entwicklung abzuleiten ist nun Aufgabe der Analysten. Für Daytrader gilt es, die Termine der kommende Woche zu beachten und sich intraday über immer wieder neu zu findende Tages-Trading-Chancen auszutauschen. Ich werde Euch dabei in alter Frische begleiten.

    Bis dahin ein frohes und erholsames Wochenende wünscht Bernie.






    Verfasst von Andreas Bernstein
    Trading-Gezwitscher yes we can? NO Das spannendste Ereignis des Vormittags war der Besuch von US-Präsident Obama in Deutschland. Zeitgleich entspannte sich der 18279;Deutsche Aktienindex innerhalb einer sehr engen Handelsspanne von nur 40 Punkten vor den mit Spannung erwarteten …

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