DAX+0,37 % EUR/USD0,00 % Gold+0,19 % Öl (Brent)-0,30 %

Egbert Prior Arcandor pfui - Metro hui

Gastautor: Egbert Prior
10.06.2009, 10:26  |  1844   |   |   
Des einen Freud, des anderen Leid! Von der Arcandor-Pleite dürfte Metro profitieren. Der im DAX notierte Handelskonzern ist damit nicht nur einen Wettbewerber los, zugleich besteht für Metro jetzt die Gelegenheit, sich aus der Insolvenzmasse billig Filetstückchen herauszuschneiden. Unter dem Dach einer Deutschen Warenhaus AG möchte Metro 60 Karstadtkaufhäuser übernehmen und mit der eigenen Tochter Kaufhof vermählen.

Während Arcandor seit Jahren systematisch runtergewirtschaftet wurde, steht Metro auch in der Krise wie ein Fels in der Brandung. Trotz Konumsflaute steigerte Metro den Umsatz im ersten Quartal um knapp vier Prozent. Zwar brach der Gewinn um 70 Prozent ein. Doch der Konzern schreibt auch im tiefsten Tal weiter schwarze Zahlen. Ein klares Signal sendete auch die Hauptversammlung mit der Beibehaltung der Dividende von 1,18 Euro je Anteilsschein. Beim aktuellen Kurs, 35,28 Euro, errechnet sich eine ordentliche Ausschüttungsrendite von 3,3 Prozent! Der Löwenanteil fließt davon an die Großaktionäre.

Mit 34 Prozent größter Anteilseigner ist die traditionsreiche Industriellenfamilie Hanielüber die exzellent gemanagte Unternehmensholding Franz Haniel & Cie. 16 Prozent hält die Gründerfamilie Schmidt-Ruthenbeck und 18 Prozent der betagte Unternehmer Otto Beisheim. Damit befindet sich eines der größten Handelsunternehmen der Welt, Jahresumsatz rund 70 Milliarden Euro, im Familienbesitz und damit in den besten Händen.

Die Stars im Metro-Portfolio sind die Elektronikmärkte Media Markt und Saturn, deren Umsatz im ersten Quartal währungsbereinigt um acht Prozent zulegte. Nach harter Sanierung macht auch die Supermarktkette Real wieder Freude. Sorgenkind bleiben die deutschen Filialen der cash & carry Großmärkte. Mit einem neuen Konzept werden aber auch diese Geschäfte wieder auf Vordermann gebracht. Dem gesamten Konzern wurde unlängst ein Fitnessprogramm, „Shape 2012“, verordnet. Durch Einsparungen, Produktivitätsverbesserungen und effizientere Verwaltungsstrukturen sollen 1,5 Milliarden Gewinnpotential gehoben werden. Wie Sie am Chart erkennen, befindet sich die Aktie klar im Aufwärtstrend.
Diesen Artikel teilen

0 Kommentare

Schreibe Deinen Kommentar

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren. Anmelden | Registrieren

 

Disclaimer