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Trading-Gezwitscher Verkaufen ist IN

Gastautor: Andreas Mueller
17.06.2009, 20:06  |  3045   |   |   
Die Hoffnung vieler Marktteilnehmer auf ein Reversal in den letzten Stunden des US-Handels am Dienstag erfüllte sich nicht. FED-Gouverneur Kevin Warsh äußerte sich dennoch positiv zur US-Wirtschaft, in dem er vor US-Bankern aus aller Welt im Rahmen einer Rede Vermutungen anstellte, dass die Talsohle in der US-Wirtschaft möglicherweise durchschritten sei. Kontrovers dazu ließ Angela Merkel verlauten, ein Schrumpfen der deutschen Wirtschaft sei unumgänglich und geht mit einem Rückgang des Bruttoinlandsproduktes von 9 Prozent im laufenden Jahr einher.

Die asiatischen Märkte korrigierten trotzdem ihre Vortagesverluste etwas. So schloss der Nikkei in Tokio mit +0,9 Prozent fester und bildete damit die Basis für einen guten Start der europäischen Futures um 8 Uhr. Nach Eröffnung des XETRA-Handels nur leicht über dem gestrigen Schlusskurs 22 Uhr benötigte der Markt zunächst unter erhöhter Volatilität eine Stunde des „Auspendelns”. Danach ergab sich erneuter Verkaufsdruck mit einem weniger erfolgreichen Test des Vortagestiefs. Bis zur Mittagszeit stabilisierte sich der Deutsche Aktienindex schließlich im Bereich von 4.830 Punkten.
Nach Veröffentlichung der US-Verbraucherpreise (Anstieg 0,1 Prozent, Erwartung 0,3 Prozent) sowie der US-Leistungsbilanz (-101,5 Mrd. US-Dollar, Erwartung -85 Mrd. US-Dollar) nahm der Verkaufsdruck noch einmal zu und drückt den DAX im Gleichschritt mit den schwachen US-Aktienmärkten nach 16 Uhr sogar unter 4.800 Punkte. Mit einem Tagestief von 4.761 Punkten war das Schlimmste dann aber für heute überstanden. Zum XETRA-Schluss stabilisierte sich der DAX wieder und schloss bei 4.800 Punkten.

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An den US-Aktienmärkten ist zum aktuellen Zeitpunkt wenig bis keine Volatilität zu erkennen und auch der Euro im Verhältnis zum US-Dollar pendelt orientierungslos um die Marke von 1,39.

Es kommt wie es kommt
Noch am Vorabend skizzierte Heiko Beh im großen Tageschart wie akut sich die Gefährdung des Aufwärtstrends aktuell darstellt. Scheinbar bereitete dies einigen Tradern eine unruhige Nacht. So sorgte gegen 3 Uhr Nachts (oder besser: morgens) FOSSILION abseits der Kolumne für eine kleine erheiternde Tageszusammenfassung. Anhand der Rechtschreibprüfung könnte man vermuten, sein Berater heißt Jim Beam oder Johnny Walker. Folglich war er den Handelstag über nicht weiter aktiv in der Community engagiert. Ähnlich schlecht ging es am Morgen auch dem Kollegen Plus, dessen Nachtlimits im EUR/USD um einen Tick verfehlt wurde. Dafür konnte sich BIOMIRA nach dem heutigen erneuten DAX-Einbruch mit Lobeshymnen überschütten, da sein Shortszenario Gestalt annimmt. Leicht schüchtern gibt er trotzdem zu Protokoll: „Ich bin kein Guru und auch kein HIGH END CHART SPEZIALIST” – gut zu
wissen : )

Während HerrKoerper noch auf die neue Spitze im Ölchart wartete, konnte regenkobold bereits 8.35 Uhr Gewinne aus der Longposition vom Vortag vermelden. Sein Handelsstil ist oft auf Optionsscheine ausgerichtet und damit ist er einer (wenn nicht der) kompetenteste Ansprechpartner auf diesem Gebiet, der auch gegen den Tagestrend heute mit Longderivaten Punkte sammeln konnte. Als echtes Orakel muss ich an dieser cluster_1 vorstellen, welcher sehr genau die ersten Stunden der DAX-Entwicklung prognostizieren konnte. Mit engen Stopps und dem richtigen Einstiegen war es möglich, in der Zeit vor den US-Daten einige Punkte Gewinn zu erzielen. Dies zeigten ebenso eindrucksvoll Raggamuffin und mario1106.

Kompetent als objektiver Ratgeber und Diskussionspartner gesellte sich später LBR in die Runde. Zeit dafür ist zu unser aller Freude gegeben, wenn ich die Aussage „bin weit im Plus, ...hatte nur etwas Langeweile” als weitere Postingbereitschaft für die Diskussion auslegen darf.

Den Tag dick im Minus musste heute leider andimaus abschließen. Hierbei ist seine Konsequenz zu loben, nach einigen Fehltrades den Arbeitsplatz auch wirklich zu verlassen. Verluste gehören zum Geschäft für jeden Trader, es gilt nur diese so gering wie möglich zu halten. Verluste im DAX dahingegen amüsieren eher einige, wie Standuhrs Kolumne in der Kolumne zu deuten ist: „Herrliches Gemetzel oder Wiedergutmachung oder Angleichung an die realen Gegebenheiten im Dax”.

Ausblick
Für den morgigen Handelstag stehen die US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, die US-Frühindikatoren sowie der Philadelphia FED-Index an. Der letzte Handelstag vor dem mit Spannung erwarteten Verfallstag am Freitag könnte somit die Märkte noch einmal in volatile Phasen versetzen, welche schwer bis gar nicht objektiv einzuschätzen sind. Eine Prognose für den Handelsverlauf halte ich daher an dieser Stelle für unangebracht.

Wie allen Diskussionsteilnehmern bekannt sein dürfte, ist das „Buffet” trotzdem geöffnet und reichhaltig gedeckt mit Tages-Trading-Chancen. Ich freue mich daher schon heute darauf und wünsche für den restlichen Handelstag noch viel Erfolg.

Euer Bernie
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