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Rohöl schmiert weiter ab

06.07.2009, 09:54  |  1233   |   |   
Die Schockwellen, die am Donnerstag vom US-Arbeitsmarkt verursacht worden waren, wirken bei Rohöl weiter nach. Die Zuversicht, dass sich die wirtschaftliche Entwicklung der weltgrößten Wirtschaft in der zweiten Jahreshälfte zum Guten wenden könnte, bekam dadurch einen massiven Dämpfer. Daran konnte selbst die Meldung aus Nigeria nichts ändern, dass militante Rebellen eine Pipeline von Chevron in die Luft gesprengt haben. Außerdem sei gestern eine Ölfördereinrichtung von RoyalDutchShell im Süden des Landes angegriffen worden. Durch die Kämpfe reduzierte sich die Kapazität des fünftgrößten US-Lieferanten seit 2006 um rund 20 Prozent.
Und auf der Angebotsseite nimmt die Nervosität weiter zu. Für das Emirat Kuwait gilt die Marke von 60 Dollar als wichtige Marke für den Staatshaushalt. Aus Regierungskreisen war zu hören, dass man diesen Level verteidigen möchte und davon seine Entscheidung beim nächsten OPEC-Treffen im September abhängig machen wird. Laut einer Bloomberg-Umfrage unter 37 Analysten und Händlern erwartet eine Mehrheit von 49 Prozent in der aktuellen Handelswoche rückläufige Ölpreise.
Am Montagvormittag rutschte der nächstfällige WTI-Future weiter ab. Bis gegen 9.40 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der Kontrakt auf WTI um 2,27 auf 64,46 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 1,31 auf 64,30 Dollar zurückfiel.

Erdgas: Neues Jahrestief markiert

Erheblich schlimmer als Rohöl entwickelte sich allerdings der Preis für Erdgas. Er markierte heute im Zuge der Sorgen um die wirtschaftliche Entwicklung ein neues Jahrestief bei 3,509 Dollar pro mmBtu. Damit ermäßigte er sich seit dem Jahreswechsel um rund 43 Prozent während der WTI-Future im selben Zeitraum um 18 Prozent anzog. Die normalerweise übliche parallele Preisentwicklung lässt sich derzeit bei beiden Energieträgern beim besten Willen nicht erkennen. Über kurz oder lang gehen wir davon aus, dass diese Diskrepanz eine gegenüber dem Rohöl relativ bessere Entwicklung des Erdgaspreises nach sich ziehen wird.
Am Montagvormittag präsentierte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Henry Hub Erdgas mit Fälligkeit im August weiterhin labil. Bis gegen 9.40 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der Kontrakt um 0,103 auf 3,512 Dollar.

Die Rohstoffe im Überblick:
Brent Crude Oil
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