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Rohöl Alarmstufe rot

06.07.2009, 15:01  |  2164   |   |   
Die Vorzeichen bei Rohöl-Futures werden immer roter. Im Tief fiel der nächstfällige am heutigen Montag auf 63,40 Dollar zurück und belegt damit, dass das Vertrauen in den bereits eingepreisten Konjunkturaufschwung in den vergangenen Tagen massiv unter die Räder kam. Die Hoffnung auf Impulse dank der Hauptreisesaison in den USA haben sich mittlerweile ebenfalls zerschlagen. Morgen Abend gibt es diesbezüglich neues Datenmaterial zur besseren Einschätzung der aktuellen Angebotsmenge. Gegen 22.30 Uhr (MESZ) wird dann das American Petroleum Institute (API) die Entwicklung der Lagerdaten für die vorige Woche veröffentlichen. Ob bzw. wie sehr der Optimismus der Spekulanten gelitten hat, erfahren die Anleger hingegen am heutigen Abend. Wegen des US-Feiertags wird die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) ihren wöchentlichen COT-Report (Commitments of Traders) mit drei Tagen Verspätung erst am Montagabend (21.30 Uhr MESZ) veröffentlichen. Beim letzten Update wurde zwar ein Anstieg der Netto-Long-Position von 26.430 auf 39.370 Futures gemeldet, dieser relativ starke Optimismus dürfte aber nur schwer zu halten sein.
Mit dem jüngsten Absacker beim WTI-Future hat sich auch die charttechnische Lage erheblich eingetrübt. Nachdem der kurzfristige Aufwärtstrendkanal bereits Mitte Juni verlassen wurde, droht nun auch noch der Bruch des mittelfristigen Aufwärtstrends. Dessen untere Begrenzung verläuft bei ca. 60 Dollar. Dass ein Polster von aktuell drei Dollar angesichts der aktuell hohen Volatilität relativ schnell zusammenschmelzen kann, haben die vergangenen Handelstage eindrucksvoll gezeigt. Zur Erinnerung: Ende Juni notierte der Ölpreis zeitweise über 73 Dollar.
Am Montagnachmittag zeigte sich der nächstfällige WTI-Future weiterhin schwach. Bis gegen 14.50 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der Kontrakt auf WTI um 2,62 auf 64,11 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 1,62 auf 63,99 Dollar zurückfiel.

Gold: Auf Tuchfühlung mit Jahrestief

Auch beim gelben Edelmetall überwiegt bei der Betrachtung der Vorzeichen eindeutig die Farbe Rot. Die Kombination von starkem Dollar und schwachem Ölpreis haben Gold zum Start in die neue Handelswoche arg zugesetzt. Damit nähert sich auch der Goldpreis einer kritischen charttechnischen Kurszone. Sollte der Preis unter 910 Dollar fallen, drohen weitere chartinduzierte Verkäufe.
Am Montagnachmittag zeigte sich der am aktivsten gehandelten Future auf Gold mit Fälligkeit im August etwas schwächer. Bis gegen 14.30 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der Kontrakt um 7,80 auf 923,20 Dollar pro Feinunze.

Die Rohstoffe im Überblick:
Brent Crude Oil
Gold
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