Tading-Gezwitscher The trend is not everybodys friend

13.07.2009, 20:30  |  2668   |   |   
Die neue Woche startete an den asiatischen Märkten mit massiven Abschlägen. In Tokio verlor der Nikkei 2,5 Prozent und fiel damit auf den tiefsten Stand seit 8 Wochen. Ähnliche Verluste musste der Hang Seng in Hong Kong verzeichnen. Im negativen Terrain startete demzufolge auch der Deutsche Aktienindex und markierte mit 4.524 Punkten ein 2-Monatstief. Dieses wurde jedoch von einigen Marktteilnehmern als Kaufargument genutzt. Bereits 10 Uhr erreichte der DAX den Schlusskurs des XETRA-Handels am Freitag und erklomm in der Mittagszeit noch einmal mit neuem Schwung weitere Tageshochs. Nach 2 Prozent Steigerung von Tagestief an rechneten viele Marktteilnehmer mit einer Konsolidierung nach Eröffnung der Amerikanischen Aktienmärkte. Diese blieb jedoch aus und kehrte sich ins Gegenteil. Von den Bullen getrieben verließen die letzten Pessimisten den Markt und sorgten durch Short-Eindeckungen für weitere Dynamik. 17.35 Uhr endete der XETRA-DAX bei 4.722 Punkten oder +3,2 Prozent und einer Handelsspanne von etwa 200 Punkten. Wer hätte das am Morgen erwartet…

Weitaus weniger Trendverhalten, aber dennoch recht klare Bewegungen vollzog der Euro im Verhältnis zum US-Dollar. Per Saldo bewegte dieser sich in der bereits bekannten Spanne von 1,39 - 1,40. Auf einen Trend bestimmenden Ausbruch ist weiterhin zu warten.

Tag der Ausstopper
Unsere Standuhr warnte bereits vor den ersten DAX-Indikationen vor Montag dem 13. – dass der Tag so verläuft, schockierte ihn später aber selbst. Nach negativen Eröffnungskursen verkaufte andimaus um 8.11 Uhr seine Longpositon vom Freitag mit 50 Punkten Verlust. Er konnte diesen zwar durch Gewinne im Dow etwas ausgleichen, wird sich trotzdem vermutlich den Rest des Tages selbst virtuell auspeitschen lassen. Eine spätere, darauf aufbauende Diskussion über „Aussitzen oder konsequent Verluste begrenzen” brachte die unterschiedlichen Mentalitäten zu Tage. Es wird dazu kein klarer Konsens möglich sein, da dies immer von Setups des jeweiligen Traders abhängig ist.

Bereits vor 9 Uhr schrieb 850CSI: „Ich verwette mein Haupthaar drauf, dass das heute ein grüner Tag wird.”. Zu seiner Erleichterung darf er weiterhin Termine beim Friseur tätigen.
Mit dem starken Trend im DAX hatten jedoch sehr viele Akteure ein Problem. Immer wieder konnte man von Short-Einstiegen und ausgestoppten Positionen lesen. Es bleibt zu hoffen, dass die Verluste dennoch im Rahmen eines Moneymanagements vorab kalkuliert wurden.

Im Mittelpunkt des Interesses stand ausserdem der S&P, den einige User, wie rushhour und MagicBauer, charttechnisch sehr gut analysierten. Ebenfalls aktiv an den US-Märkten war eNhale, welcher sich zuerst im EUR/USD aufwärmte. Anschließend handelte er im Nasdaq-Future ein Mehr-Positionen-Setup, bei denen er schnell den Stopp in die Gewinnzone verschieben konnte. Dies brachte +4, +8 und noch mehr unerträgliche Gewinne. So sollte es optimalerweise an einem Trendtag ablaufen!

Andere Sorgen hatte unser regenkobold an diesem Tag. Wie kann man feiern und posten zugleich? Zumindest schaute er kurz bei seinen Gratulanten vorbei und bedankte sich für die Glückwünsche zu seinem 27. Geburtstag : - )

Bei einem Thema konnte auch ich heute mein über Jahre aufgebautes Fachwissen einbringen: die Korrelation von Dönerpreisen und Geschmack. Mehr dazu an anderer Stelle.

Ausblick
Die Quartalssaison scheint nach anfänglichem Fehlstart jetzt positiv in Gang zu kommen. Weitere Unternehmen wie Coca Cola, Merck und Microsoft veröffentlichen ihre Geschäftszahlen im weiteren Wochenverlauf. An volkswirtschaftlichen Daten stehen dagegen keine stark relevanten Termine am morgigen Tag auf der Agenda. Es wird daher das Hauptaugenmerk der Finanzmarktteilnehmer auf die Daten aus den Unternehmen gerichtet sein.

Am heutigen Abend ist nach den aktuellen Bewegungen nicht mehr mit hoher Volatilität zu rechnen. Daher wünsche ich allen Lesern ein wenig Bedenkzeit bis zu den nächsten Tages-Trading-Chancen. Ich freue mich darauf, Euer Bernie.
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