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Smart Investor Weekly 37/2009 Ein Drama droht! - und der Mainstream schläft, wieder mal!

Gastautor: Ralf Flierl
08.09.2009, 18:34  |  2222   |   |   
Entgegen dem Mainstream
Dabei dürfen Sie uns wirklich glauben, dass wir keine Sadisten sind. Allerdings hielten wir es zum jetzigen Zeitpunkt für angebracht, mal in geballter Form eine andere Sicht der Dinge zu präsentieren. Immerhin agieren wir damit anti-zyklisch, was man ja von der überwiegenden Mehrheit der Börsenpublikationen nicht sagen kann.

Schließlich hatten wir am Tief im März 2009 zum Einstieg geblasen (Crack-up-Boom), zu einem Zeitpunkt an dem die Mehrheit der Journalisten und Analysten schlotternd in der Ecke stand und in Agonie verharrte. Mittlerweile traut sich schon wieder Hinz und Kunz den nächsten Bullenmarkt zu prognostizieren. Naja, mit 50% Kursplus in den letzten sechs Monaten an den Börsen in Europa ist das aber doch kein Kunststück.

Den Hauptweg verlassen
Smart Investor ist bestrebt, die wichtigen Entwicklungen im Vorhinein zu sehen bzw. zu prognostizieren, denn nur dann sind sie für den Investor in Gewinne umzumünzen. Wir wollen z.B. vor negativen Ereignissen warnen, noch bevor die breite Masse sich der Problematik bewusst wird. Das bedeutet natürlich, dass wir den Mainstream, also den „Hauptweg“, verlassen müssen. Und dies ist mit erheblichen Risiken verbunden, weil man sich dabei auf unsicherem Terrain bewegt. Deswegen fühlen sich die meisten Experten im Mainstream so wohl. Allerdings sind diese Experten meist auch nicht in der Lage, herausragende Änderungen im Vorhinein zu prognostizieren.

Dass unsere derzeitigen Prognosen mehrheitlich auf eine düstere Zukunft hinweisen, dafür können wir nichts. Nicht wir machen die Zukunft, sondern wir sind allenfalls der Bote, der die schlechte Nachricht überbringt. Und wir setzen alles daran, die Botschaft noch so frühzeitig zu überbringen, dass sie für den, der sie hören will, auch noch einen Nutzen hat. Manchmal gelingt uns das auch, wie z.B. letztes Jahr mit der „Bombe im Bankensektor“. Übrigens prognostizieren wir im Zuge der kommenden Wirren abermals eine solche „Bombe“. Und diese dürfte über kurz oder lang zu einer Verstaatlichung weiter Teile der Bankenszene führen. Aber dazu im Heft mehr…

Über tote Fische und zweite Proben
Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom, heißt ein altes Sprichwort. Und daher glauben wir, dass man an der Börse jederzeit hellwach sein muss, um Gefahren kommen zu sehen. Und hellwach bedeutet, dass man sich nicht vom Geplärre des Mainstreams einlullen lassen darf. Und von den Zahlen der statistischen Ämter und vor allem der Interpretation durch die Presse schon gar nicht. Demnach wäre nämlich nun das Schlimmste für die Wirtschaft vorbei. Aber wie ich im aktuellen Heft ausgeführt habe, glaube ich daran nicht. Vieles spricht dafür, dass der dicke Hammer erst noch kommt und zu dramatischen Entwicklungen in den nächsten Wochen führen wird. Um es kurz und knapp zu sagen: Nach Lehman im September 2008 könnte in den kommenden Wochen das internationale Finanz- und Wirtschaftssystem ein zweites Mal auf die Probe gestellt werden. Dann allerdings vor allem die Realwirtschaft. Das heißt: Unserer Ansicht nach dürften wir demnächst eine dramatischen Anstieg von Firmenpleiten und dementsprechend der Arbeitslosigkeit hierzulande sehen. Im Übrigen ist das nicht nur eine Meinung oder Einschätzung unsererseits. Sie müssen nur Zeitung lesen, um genau dies zu erkennen.
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