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Charttechnik oder wie jeder Trader zum Römer Maximus wird

Gastautor: medianer70
09.09.2009, 09:08  |  2299   |   |   
Guten Morgen allerseits,

scheinbar alle Menschen neigen hin und wieder zur Aggression. Zu beobachten bereits bei Kleinkindern, die kratzen und beißen können, wenn sie etwas nicht bekommen.

Doch die übelsten Seiten des Menschen kommen beim Traden zum Vorschein. Erst einmal vor dem Chart sitzend, verwandelt sich so mancher Trader in den Römer Maximus, bereit, mit Sicheln an den Wagenrädern, jeden noch so starken Gegner mit allen Mitteln zu bezwingen. Landauf, landab steigern sich die jungen Chartisten in einen – meist männlichen – Gewaltausbruch hinein. Körperkontakt ist keiner nötig, denn der Gegner ist man selbst. Ohne Rücksicht auf Kontostand und die eigene Gesundheit wird erbarmungslos auf den Chart eingedroschen und mit Trades bombardiert.

Inspiriert hat mich bei diesen Gedankengängen die Buchreihe "Der Händler" von Michael Voigt, dem ich an dieser Stelle für seine Ausführungen und Art der Darstellung meinen Dank und Respekt zollen möchte.

Ersichtlich auch heute wieder in den von mir beobachteten Märkten, datiert vom 09.09.2009. Der Tag, an dem Standuhr unserer geschätzten LBR einen Heiratsantrag machen wollte :-)

Zum EUR/USD:

Nachdem gestern auch die Amerikaner wieder am Handel teilnahmen, kam auch wieder Schwung in dieses Pair. Dynamisch ging es sogar ungebremst über den Widerstand bei 1,4443. Sein vorzeitiges Ende fand der Kurs erst am oberen Bollinger Band und schloss somit nahe seinem Tageshoch. Interessant wird nun die heutige Reaktion sein. Charttechnisch am naheliegensten dürfte in den kleineren Zeiteinheiten eine Korrektur sein, um dann den Aufwärtstrend fortzusetzen, denn wir befinden uns im Tageschart in einem seit März andauernden Aufwärtstrendkanal. Im Stundenchart könnte die Korrektur am mittleren Bollinger Band ein Ende finden. Sich dort long zu positionieren könnte eine gute Möglichkeit für weitere Gewinne sein. Vergessen Sie jedoch niemals Ihren Stopp!!!! Akzeptieren Sie damit einfach wie ein Mann die Möglichkeit, dass die Idee falsch war.



Zum GBP/USD:

Ohne den Handel in den USA war die Tageskerze vom Montag hier nicht sehr aussagekräftig. Die ursprünglich prognostizierte Richtung vom Freitag blieb damit richtig. Der Kurs strebte eindrucksvoll weiter Richtung Norden und wurde erst am mittleren Bollinger Band etwas ausgebremst und kam korrekturbedingt zurück. In den kleineren Zeiteinheiten auf Long-Signale zu achten, könnte auch am heutigen Tag zum Erfolg führen. Eine gute Marke könnte hier im Stundenchart am mittleren BB bzw. dem 50er gleitenden Durchschnitt zu finden sein.
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