DAX-0,81 % EUR/USD-0,78 % Gold+0,28 % Öl (Brent)-1,22 %

Respekt vor den Hexen

Gastautor: Andreas Mueller
17.09.2009, 19:44  |  3485   |   |   
Inspiriert von den Gewinnen an den US-Börsen vom Mittwoch konnte der Nikkei in Tokio heute ebenso wie der Hang Seng in Hongkong um 1,7 Prozent steigen. Damit schließt der chinesische Aktienmarkt auf dem höchsten Stand seit 13 Monaten.

Entsprechend positiv eröffnete der Deutsche Aktienindex mit einem GAP (Kurslücke) oberhalb der 5.700 Punktemarke und verteidigte diese für den restlichen Handelstag tapfer.
In einer Bandbreite von etwa 30 Punkten gab es wenige Impulse. Eine positive Handelsbilanz der EU von 12,6 Milliarden Euro konnten ebenso wenig wie die um zwei Prozent gefallene Produktion des Baugewerbes für höhere Volatilität sorgen.

DAX mit festem Hebel folgen [Anzeige]
Ich erwarte, dass der DAX steigt...
Ich erwarte, dass der DAX fällt...

Verantwortlich für diese Anzeige ist die Deutsche Bank AG. Die Wertpapierprospekte und Basisinformationsblätter zu diesen Produkten erhalten Sie über www.xmarkets.db.com.

Erst mit um 14.30 Uhr veröffentlichten Daten zu den US-Wohnbaubeginnen (Anstieg um 1,5 Prozent auf 598.000), den US-Wohnbaugenehmigungen (Anstieg um 2,7 Prozent auf 579.000) sowie den stärker gesunkenen US-Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe (545.000) gab es etwas Verkaufsdruck, und damit Bewegung, im DAX. Diese endete impulsiv bei 5.703 Punkten und wurde nach Eröffnung der Amerikanischen Aktienmärkte zum Boomerang. Bis 16.00 Uhr und dem mit 14,1 Punkten über den Erwartungen liegenden Philadelphia FED-Index konnte das Tageshoch erneut angelaufen werden. Ein XETRA-Schlusskurs in der Mitte bei 5.731 Punkten stellt symbolisch das Kräftemessen zwischen Bullen und Bären vor dem Verfall an den Terminmärkten dar.

Der Euro im Verhältnis zum US-Dollar setzte seine Rallye leicht gebremst auch am heutigen Handelstag fort und markiert mit 1,4765 ein neues Verlaufshoch.

Zeig Dein Gesicht

„Ich bin sprachlos!” stotterte TradingOutperformer um 5.56 Uhr vor sich hin und ergänzte dies durch ein knappes DIN-A4-Posting. Der Grund dafür waren seine Gewinnpositionen in diversen Währungen, welche bereits dreistellige pip-Gewinne anhäuften. Nach einigen Erläuterungen zu seinem Trading und Parallelen zu Larry Williams, stand das Ergebnis fest: „Der Chart ist alles und der Chart ist die Wahrheit”. Inwiefern doch volkswirtschaftliche Faktoren Berücksichtigung finden sollten, stellte mopas einmal mehr heraus.

Kurz darauf eröffnete wie gewohnt FOSSILION das Buffet und vermeldete seine Nachtgewinne im Dow Jones von 15 Punkten. Bis 9.24 Uhr hatte er diese jedoch gleich wieder „verdillert” und musste somit länger bleiben. Neben hoschmi fragte sich auch hardy, wann dieses Nacht-GAP geschlossen wird. Brutal aber wahr – da helfen auch obere Trendbegrenzungslinien, wie sie take02 heute und duesen bereits gestern eingezeichnet hatten wenig. „Selbst Angst vor meinen Charts” hatte auch metrofinance, dem gleich die Brille nebst Avatar vom Kopf rutschte. Neue Avatare gab es dafür auch heute wieder zu bestaunen, wobei der Spruch von mcgoofy „macht nix, hauptsache hat die Haare schön” nicht auf alle zutreffen :-)

Das Tageshoch im EUR/USD nutzte 1-2-3-Trader zum Ausstieg, welcher automatisch erfolgte, da er cleverer weise einen Zielkurs eingegeben hatte. An selbiger Marke ging rushhour short. Sein Wunschszenario erfüllte sich bisher noch nicht, könnte jedoch in der Folgezeit noch eintreten. Für den anderen Fall gibt es einen Stopp-Loss.

Am Nachmittag glänzte eNhale mit der kurzfristigen Einstellung des DAX-Charts. Hierbei signalisierte er „Vorsicht mit Shorts” an der 5.700-er-Marke, die in der Nachbetrachtung dem Tagestief entsprach. Gehandelt hatte er trotzdem nur im Nasdaq-Future, was nach Standuhr jedoch wie mit „Äpfeln und Birnen” ist. Weitere Obstsprüche folgten.

Harry72 brach indes sein Tradingverbot vom September und mischte sich auch wieder unter die Diskussionsteilnehmer. Zurück kam ebenso zooropa, diesmal aus Barcelona, worüber später noch berichtet werden könnte…

Ausblick

Uneinigkeit dominiert im Vorfeld des Verfallstages an den Terminbörsen die Märkte. Wie bereits an den Vortagen angedeutet, muss man nicht ständig investiert sein. Neben der Leistungsbilanz der EU um 11.00 Uhr stehen keine weiteren relevanten Termine in der Agenda. Somit kann man gespannt (oder aber sehr aufgeregt) dem Treiben der Hexen zuschauen.

Lasst Euch von ihnen nichts Böses antun und diskutiert die aktuellen Tages-Trading-Chancen am letzten Handelstag der Woche in gewohnter Umgebung.

Bis dahin viel Erfolg wünscht Bernie.

Seite 1 von 2

0 Kommentare

Schreibe Deinen Kommentar

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren. Anmelden | Registrieren

 

Disclaimer

Anzeige