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Crashmonat September oder Oktober?

Gastautor: Andreas Mueller
01.10.2009, 19:21  |  3773   |   |   
Nicht gerade positiv startete der neue Börsenmonat. Während der Hang Seng in Hongkong mit einem Minus von 0,3 Prozent noch moderat aus dem Handel gehen konnte, verlor der Nikkei in Tokio 2,5 Prozent.

Den Deutschen Aktienindex beeindruckte dies zu Beginn überhaupt nicht. Nach dem Überwinden der 5.700 Punkte konnte das Hoch vom Mittwochabend anvisiert und sogar mit 5.726 Punkten leicht überschritten werden. Anschließend fehlten schlicht die Anschlusskäufer im Markt. Mit Vermeldung des deutschen Einkaufsmanagerindex von 49,6 Punkten auf Erwartungsniveau sowie des EU-Einkaufsmanagerindex von 49,3 Punkten, schlug die allgemeine Stimmung um. Das Eröffnungsniveau bot kurzen Halt, wurde jedoch im zweiten Anlauf parallel zur veröffentlichten EU-Arbeitslosenquote von 9,6 Prozent (Vormonat 9,5 Prozent) nach unten durchbrochen. Eine leichte Stabilisierung im Vorfeld der US-Daten konnte keine Nachhaltigkeit erzeugen. Die persönlichen US-Einkommen stiegen im August um 0,2 Prozent und die persönlichen US-Auslagen sogar um 1,3 Prozent. Ebenfalls gestiegen sind die US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe auf 551.000 nach zuvor 534.000 (Erwartung 535.000).

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Mutlos begann der Handel um 15.30 Uhr an den US-Börsen. Als weitere Enttäuschung wurde der ISM-Index von 52,6 aufgenommen, welcher im Vorfeld bei 54 bis 55,7 erwartet wurde. Um 16.00 Uhr versetzten die um 0,8 Prozent gestiegenen US-Bauausgaben (Erwartung minus 0,1 Prozent) den letzten Käufern einen Nackenschlag. Nur mit einem kurzen Halt bei 5.600 Punkten markierte der DAX ein Tagestief nach dem anderen. Das letzte lag bei 5.554 und der XETRA-Schluss liegt ebenfalls mit 5.554 Punkten auf diesem Wert.

Aktuell scheint sich ein Boden in diesem Bereich nach minus 2,1 Prozent Abschlag zu bilden, lässt jedoch noch nicht den Schluss auf Gegenreaktion zu.

Knapp vorbei ist auch daneben

Nachts um 3.16 Uhr gab es den ersten „Fahrplan DAX“ mit der Ausrichtung „weiter UP“ von metrofinance. Er war nicht der einzige Trader, welcher im Dunkeln vor den Charts saß, wie später durch die Anwesenheit von medianer und Harry72 bescheinigt wurde. Die anvisierten Gewinne, welche es gilt im Thread zu verteilen, müssen auf jeden Fall sehr groß sein, denn unser Buffeteröffner FOSSILION reichte seinen Urlaubsschein mit der Bemerkung „ich bin heute und morgen nicht da“ und der Kennzeichnung von Mutti mein Kleiner hat Durchfall nach dem ersten Bier etwas schüchtern ein.

Leicht ungehalten vernahm TradingOutperformer seine Stopp-Ausführung im „Sägezahn Trend“. Auch HerrKoerper beklagte um 8.04 Uhr einen Trade mit +1 anstatt +100 pips. Dafür liefen andere Positionen besser. Auf andere Märkte schwenkte heute auch Krokoline um, welche sonst mehr auf den Bundfuture spezialisiert ist und darüber auch eine aktuelle Analyse erstellt hatte. Dem Handelssystem ist es sicherlich egal, in welchem Markt die Signale entstehen.

In der ersten Euphorie des DAX-Verlaufs ging hardy spontan zu 5.728 Punkten short und traf damit wohl das Tageshoch. Das Limit von Zaturn wurde hierbei um einen Punkt und das von zooropa um 3 Punkte verfehlt. Charttechnisch war damit der Weg klar, welcher auch von jaxn in Form eines klaren Abwärtstrend per Chart kommuniziert wurde.

Als Seher outete sich areichel, jedoch völlig selbstlos, indem er allen anderen Diskussionsteilnehmern mitteilte „So, ich bin raus - jetzt faellts gleich“. So kam es am Nachmittag auch und das Orakel von Plus mit den 9.500 Punkten im Dow trat ein. Dort stellten einige wie JoeMo mit über 100 Punkten Gewinn im DAX ihre Positionen glatt oder fuhren wie LBR einmal kurz mit dem Mäher durch das Depot :-)

Ausblick

Erschreckend schwach startete der Oktober. Sind dies nur die Nachwehen der Septemberstatistik? Aktuell stehen die mittelfristigen Aufwärtstrends in den Aktienmärkten wieder zur Diskussion.

Einen Impuls dazu werden am Freitag um 11.00 Uhr die EU-Erzeugerpreise und um 14.30 Uhr die mit Hochspannung erwarteten US-Arbeitsmarktdaten des Monats September geben.

Wir werden daher völlig emotionslos den Wochenausklang in den Tages-Trading-Chancen gemeinsam analysieren und diskutieren. Auf dem Wege dahin wünsche ich allen viel Erfolg und die nötige Ruhe, eigene Szenarien konsequent umzusetzen.

Euer Bernie

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