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DAX-Bilanz Bundestagswahl komplett verpufft

03.10.2009, 10:05  |  2817   |   |   
Trotz börsenfreundlichem Ausgang der Bundestagswahl schaffte der DAX es nicht, einen Wochengewinn zu erzielen. Jubellaune herrschte am Parkett angesichts eines Tagesgewinns in Höhe von 2,8 Prozent lediglich am Montag. Danach legte der Index den Rückwärtsgang ein und verbuchte auf Wochensicht einen Verlust in Höhe von 2,0 Prozent. Von den 30 Indexmitgliedern gelang nur sieben Aktien, einen Kursgewinn ins Wochenende zu retten. Nennenswerte Kurszuwächse erzielten vor allem die Aktien von Münchener Rück (+3,8 Prozent) und Infineon (+3,6 Prozent). Trotz der in dieser Woche gemeldeten Naturkatastrophen in Indonesien und in der Südsee erzielte der weltgrößte Rückversicherer an jedem der fünf Handelstage einen Kursgewinn. Die solide Finanzstruktur der Münchner konnte jedenfalls durch die beiden Seebeben nicht erschüttert werden. Positiv vernahmen die Börsianer, dass die Gesellschaft ihren im Frühjahr ausgesetzten Aktienrückkauf wieder aufgenommen habe. Bis zur Hauptversammlung im April 2010 möchte man bis zu eine Mrd. Euro in eigene Aktien investieren. Auf Basis des aktuellen Kursniveaus entspräche dies mehr als neun Mio. bzw. ungefähr 4,6 Prozent aller Aktien.
Positive Firmenmeldungen gab es auch vom DAX-Rückkehrer Infineon. Marco Schröter, Finanzvorstand des Halbleiterherstellers, äußerte sich bezüglich der aktuellen Geschäftsaussichten ausgesprochen optimistisch und sprach in einem Interview davon, dass man in den vergangenen vier bis sechs Wochen eine steigende Nachfrage registriert habe. Aus diesem Grund wurde auch die Kurzarbeit für den Monat Oktober ausgesetzt. Bezüglich des vierten Quartals nannte Schröter zwar keine konkreten Zahlen, kündigte aber an, dass man die Markterwartungen nicht enttäuschen werde.

Dickstes Wochenminus bei der Commerzbank

Wie in der Vorwoche musst die Aktie der Commerzbank mit minus 8,2 Prozent den höchsten Wochenverlust hinnehmen. Dies lag zum einen an der allgemeinen Marktschwäche von Bankaktien rund um die Welt und im Besonderen an dem erhöhten Kreditausfallrisiko der Commerzbank. Deren großes Kreditbuch bei Firmenkunden animierte die Börsianer, Aktien der Bank im großen Stil zu verkaufen. In Zeiten wieder aufkommender Konjunktursorgen ist diese Reaktion angesichts der zuvor erzielten Kursgewinne durchaus verständlich.
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