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Chartinduzierte Käufe und Dollarschwäche treiben Gold

06.10.2009, 09:33  |  1126   |   |   
Dank des schwachen Dollars kauften Investoren wieder verstärkt das gelbe Edelmetall. So stieg zum Beispiel die gehaltene Goldmenge des weltgrößten Gold-ETFs am gestrigen Montag von 1.096,55 auf 1.098,07 Tonnen an. Mit dem Überwinden der Widerstände bei 1.010 Dollar kamen massive chartinduzierte Käufe hinzu und führten beim aktivsten gehandelten Future auf Gold zu einem Tageshoch bei 1.018,90 Dollar. Damit fehlt dem Future nicht mehr viel, um an der am 17. März 2008 markierten Rekordmarke von 1.033,90 Dollar zu kratzen. Im frühen Dienstagshandel stieg der Euro zeitweise über die Marke von 1,47 Dollar und verhalf somit dem gelben Edelmetall zu weiteren Avancen nach oben.
Das Erschließen neuer Käuferschichten dürfte deutlich über der Marke von 1.000 Dollar allerdings zusehends schwieriger werden. Dieses Phänomen gibt es in der Schmuckbranche bereits seit längerem zu beobachten. So sinkt die Nachfrage aus diesem Sektor mit steigendem Goldpreis spürbar. Ohne einen schwachen Dollar steht die Chance auf ein neues Rekordhoch relativ schlecht. Goldinvestoren sollten daher den Greenback stets im Auge behalten.
Am Dienstagvormittag zeigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold mit Fälligkeit im Dezember mit anziehenden Notierungen. Bis gegen 9.20 Uhr (MESZ) verteuerte sich der Kontrakt um 2,30 auf 1.020,10 Dollar pro Feinunze.

Rohöl profitiert von Konjunkturoptimismus

Bei WTI-Rohöl sorgte die gute Stimmung an den Aktienmärkten für eine Rückkehr über die Marke von 70 Dollar. In der Spitze stieg der nächstfällige WTI-Future gestern auf ein Tageshoch von 71,00 Dollar an. Außerdem führte der Anstieg des ISM-Einkaufsmanagerindex für Dienstleistungen von 48,4 auf 50,9 Punkte zu einem verstärkten Konjunkturoptimismus. Werte über 50 werden bekanntlich als expansive Phase interpretiert.
Am Dienstagvormittag präsentierte sich der nächstfällige WTI-Future mit anziehenden Notierungen. Bis gegen 9.20 Uhr (MESZ) verteuerte sich der Kontrakt auf WTI um 0,35 auf 70,76 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,29 auf 68,33 Dollar anzog.

Die Rohstoffe im Überblick:
Brent Crude Oil
Gold
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