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Charttechnik und die Sklaven des Tradings…………..

Gastautor: medianer70
19.10.2009, 08:08  |  2320   |   |   
Guten Morgen allerseits,

wie die letzten Tage ausführlich besprochen, gibt es im Abenteuer Trading eine Menge Hürden zu überwinden. Das letzte und wohl auch schwierigste Übel, welches es zu vermeiden gilt, besteht darin, ein entstandenes Minus mit aller Gewalt ausgleichen zu wollen. Bevor man im Trading zur Vollendung reift, muss diese psychische Herausforderung bewältigt werden.

Doch genau diese Herausforderung ist es, welche uns wie Sklaven erscheinen lässt. Das Trading mit seinem ganzen Gefolge von Besitzdenken und Endlosigkeit hat die Macht, den Geist zu versklaven. Ausnahmslos jeder von uns war mal Sklave dieses Denkens. Nur, der eine schafft es, sich von den Ketten zu befreien, der andere geht an ihnen zugrunde. Unser Trading ist zu jedem Zeitpunkt ein entscheidender Moment. Entweder ich entscheide über den Moment oder der Moment entscheidet über mich.

Schaue ich mir meine Performance der vergangenen Woche an, ist genau dieser Moment gekommen. Es kostet immens viel Kraft, nicht zurückzublicken und den Moment über mich entscheiden zu lassen. Also muss ich versuchen, die Fehler zu analysieren und abzustellen. Und damit entscheide ich über den Moment. Zu lernen und selbst mitzudenken, das ist die einzige Aufgabe, das Einzige, was im Trading wirklich zählt.

Diese Erkenntnis muss ich nun in der kommenden Woche umsetzen und natürlich auch die Verantwortung übernehmen, anstatt von den Ereignissen der letzten Woche gelebt zu werden oder nur auf diese zu reagieren.
Wenn ich über diese Dinge so nachdenke, komme ich ebenfalls zu dem Schluss, dass Trading eher eine Berufung ist als denn ein Beruf, eine Beschäftigung für Menschen, die gern geistig arbeiten. Wenn ich auch wegen des Geldes zum Trading gekommen bin, ist es jedoch die Erkenntnis, die mich dazu angehalten hat, dabeizubleiben. Inzwischen verbinde ich mit dem Trading auch noch andere, grundlegendere Ziele, etwa das Erlangen von Disziplin, das Wiederfinden meiner Lebensfreude und meines Selbstwertgefühls.

Was nun das Talent im Trading mit einem Schützen gemeinsam hat, besprechen wir morgen……….

(In respektvoller Anlehnung an „Der Händler“ Band 1, M. Voigt)

Carpe Diem!!!!

Lösen wir uns von den Ketten der geistigen Sklaverei und betrachten wir in Freiheit die Märkte vom 19.10.09.

Zum EUR/USD:

Der am Freitag beschriebene „hanging man“ wurde mit einer roten Kerze – wenn auch nicht voll ausgeprägt – doch bestätigt. Damit wächst die Wahrscheinlichkeit einer Korrektur, welche zumindest bis 1,4724 ausgedehnt werden kann. Findet der Kurs dort nicht genügend Unterstützung, kommt der nächste Support bei ca. 1,4560 ins Spiel. Dort verläuft in etwa die 50er Tagelinie sowie die unter Trendkanallinie. An den genannten Marken bieten sich Longeinstiege an.
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