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China Autoabsatz schnellt um 84 Prozent nach oben

Gastautor: Gerhard Heinrich
19.10.2009, 11:13  |  1043   |   |   
Der Autoabsatz in China hat wieder einmal neue Rekordhöhen erreicht. Im September wurden dort erstmals mehr als eine Millionen Fahrzeuge unters Volk gebracht. Gegenüber dem Vorjahr ergab sich ein Absatzwachstum von 84 Prozent auf 1,02 Millionen Einheiten. Noch nie zuvor wurden im Reich der Mitte so viele Autos verkauft.

Branchenkenner gehen davon aus, dass dieser positive Trend anhalten wird. Allerdings könnten sich die Zuwachsraten etwas abschwächen, falls die chinesische Regierung sich dazu entschließt, ihr Kfz-Förderprogramm zurückzuschrauben. Die „normale“ Zuwachsrate für China sehen die Experten bei plus 20 bis 30 Prozent pro Jahr.

Doch auch dies ist noch ein sehr hoher Wert, was beispielsweise der Vergleich mit den USA zeigt. Dort ist gerade das Abwrackprämien-Programm abgelaufen. Prompt ergab sich im September ein Absatzeinbruch um 23 Prozent. Und auch die Daten seit Jahresbeginn sprechen eine klare Sprache. So stieg in China in den ersten neun Monaten der Absatz um 42 Prozent auf 7,2 Millionen Einheiten. Nimmt man sämtliche Fahrzeuge inklusive Busse und Lastwagen mit auf, wuchs der Fahrzeugabsatz um 34 Prozent auf 9,7 Millionen Einheiten an. Dagegen knickte in den USA der Absatz inklusive Busse und Lkws um 27 Prozent auf 7,8 Millionen Fahrzeuge ein.

Nach Absatz ist China damit der weltweit größte Automarkt, und wird dies wohl auch in Zukunft bleiben. Natürlich finden auch die Marken ausländischer Hersteller reißenden Absatz. Die internationalen Autokonzerne werden in den kommenden Jahren viele Milliarden Dollar in China investieren, um diesen Markt noch besser bedienen zu können.

Doch auch Chinas Autobauer selbst können auf enorme Wachstumsraten verweisen. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass die westlichen Anbieter in der Regel chinesische Partner brauchen, um sich dort behaupten zu können. Bei den chinesischen Herstellern wiederum wird in den nächsten Jahren eine Konsolidierung stattfinden. Etliche Anbieter werden den Konkurrenzdruck nicht überleben. Die Marktführer dagegen werden deutlich stärker wachsen als der Gesamtmarkt. Dies zeigen unter anderem die Absatzzahlen von Geely Automobile. Der schnell wachsende chinesische Autobauer beweist immer wieder, dass man nicht unbedingt einen westlichen Partner braucht, um auf hohem Niveau erfolgreich zu sein.

Nur rund 3 Prozent der 1,4 Milliarden Chinesen verfügen derzeit über einen Pkw. Allerdings werden sie immer wohlhabender, und bei fast allen Chinesen steht ein eigenes Auto ganz oben auf der Prioritätenliste. Dagegen sind die westlichen Automärkte schon so gut wie gesättigt. Die Bevölkerung dort altert zunehmend; und vor allem die US-Verbraucher müssen erst einmal fleißig sparen, und ihre Kreditkarten- und Hypothekenschulden abzustottern.

Der chinesische Automarkt ist nur ein willkürlich herausgegriffenes Beispiel. In ganz Asien gibt es viele Märkte und Branchen, die tatsächlich gerade erst „am Entstehen“ sind. Vor diesem Hintergrund ist die Behauptung unsinnig, dass Asiens Aktienmärkte bereits ausgereizt seien. Im Gegenteil: In den kommenden beiden Jahrzehnten bietet sich nirgendwo sonst auf der Welt ein vergleichbares Wachstumspotential für so viele unterschiedliche Unternehmen. Als Anleger sollten Sie sich deshalb nicht die Chance nehmen lassen, sich rechtzeitig in Asien zu positionieren.

Gerhard Heinrich und Rainer Hahn sind die renommiertesten Asien-Experten und verfassen gemeinsam den Börsenbrief ASIEN-TRENDS, wobei einer der beiden Experten immer in Asien vor Ort ist.

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