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Crashmonat Oktober endet standesgemäß

Gastautor: Andreas Mueller
30.10.2009, 18:45  |  3981   |   |   
Den letzten Handelstag der Woche konnte sich der Nikkei in Tokio wieder über der psychologisch wichtigen Marke von 10.000 Punkten etablieren. Mit einem Plus von 1,5 Prozent war er dennoch nicht so bullisch wie der Hang Seng in Hongkong, welcher um 2,3 Prozent zulegen konnte.

Dennoch startete der Deutsche Aktienindex unverändert zum Vortagesschluss. Nach einem kurzen Versuch die Marke von 5.600 Punkte zurück zu erobern, manifestierte sich erneuter Abgabedruck. Eine EWU-Arbeitslosenquote von 9,7 Prozent ermutigte die Anleger nicht zu Käufen in Aktienpapieren. Dies lastete auf dem DAX bis zur Eröffnung der US-Börsen.

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Nachdem auch keine Unterstützung von Käufern der Amerikanischen Aktienmärkte nach der Veröffentlichung des Chicagoer Einkaufsmangerindex zu sichten war, beschleunigte sich die Abwärtsdynamik. Ein Stand von 54,2 nach 46,1 im Vormonat wurde überschattet durch das Verbrauchervertrauen der Uni Michigan, welches mit 70,6 Punkten unter dem Vormonatswert von 73,5 lag. Bis 17.00 Uhr verlor der DAX weiteren Boden und kam erst bei 5.394 Punkten zum Stoppen. Nur gering darüber, bei 5.408 Punkten, endete der XETRA-Handel mit einem Minus von 3,2 Prozent tiefrot.

Zum aktuellen Zeitpunkt ist keine Entspannung zu vermelden – die Nervosität ist weiterhin hoch.

Ölige Sprüche

Als um 7.45 Uhr areichel seine Charts zur Diskussion stellte und als Fazit „ich bin heute ein bisschen short eingestellt“ äußerte, war das Ausmaß der roten Kurse noch nicht abschätzbar. Somit wurde in alter Gewohnheit das Buffet von FOSSILION und der Streit um die „große Kelle“ pünktlich gestartet. Ebenso pünktlich konnte der erste Trade im DAX von Standuhr vermeldet werden – diesmal Long zu 5.595 Punkten. Mit einer „erste Tankfüllung“ gab er sich kurze Zeit später zufrieden und wartete auf die Freitag-Gewinnmitnahmen : - )

SeaCloud5 rechnete ihre Gewinne in Schuhe um, während Kollege Barfussmaus natürlich mit der „Bohrinsel“ beeindrucken musste nach 70 pips im US-Crude. Dies könnte man als liebenswert schmierige Anmache auslegen, wobei noch nicht geklärt ist, ob donna hightower oder Krokoline das Ziel dieser Hormonschübe werden wird. Davor sollte aber noch einmal die Stoppsetzung geübt werden!

Nachdem der DAX begann in südliche Richtung zu tendieren, schlossen einige long-investierte Trader wie mario1106 ihre Positionen (mit über 100 Punkten Gewinn) und andere short-ivestierten Kollegen wie JoeMo zogen ihre Stopps in den eingegangenen Positionen nach. Kein Wunder also, wenn Plus anmerken konnte: „Klasse, nur Gewinner heute morgen“.

Mit Bruch einer mittelfristigen Trendlinie im Monatschart, verstärkte sich der Abwärtsdruck. jaxn wies darauf rechtzeitig mittels Charteinstellung hin. Für alle ohne bunte Charts stellte LBR gegen Mittag einige Buntstifte zur Verfügung. Wir hoffen dies schädigt sie finanziell nicht zu sehr.

Am Mittag gaben sich weitere (teilweise lang vermisste) Damen wie Naropa und DIE_GERECHTIGKEIT die Ehre, mit Orders und konstruktiven Charts der Diskussion beizutreten. Letztere bekam leider die Volatilität in Form eines punktgenauen Ausstoppers gleich zu spüren. Zurückhaltung zu den US-Daten war wohl die sicherere Strategie am heutigen Tag, wie privatboerse mit „was sind das wieder für Kerzen, zum Glück halte ich Fingerchen still“ richtig formulierte.

Im weiteren Verlauf konnte sich zooropa über 160 Gewinnpunkte im DAX freuen, während andimaus und trendfigher kurz vor dem Wochenende ein wenig Lehrgeld zahlen mussten. Insgesamt wurde aber kein Geld verloren, sondern nur umverteilt – dies beruhigt!

Ausblick

Die letzte Woche im Oktober zeigte, warum dieser statistisch als Crash-Monat bezeichnet wird. Enge Stopps der Investoren und Enttäuschungen über verfehlte Erwartungen bei einigen volkswirtschaftlichen Daten waren die Gründe, für den letztlich sich verstärkenden Ausverkauf an den Aktienmärkten. Eine Hoffnung auf Trendwende zum neuen Monat begleitet nun alle noch investierten ins Wochenende.

Können diese Erwartungen erfüllt werden? Maßgeblich wird dies von den weiteren Daten abhängen, von denen in der kommenden Woche der US-ISM Index und die US-Bauausgaben am Montag, die US-Industrieaufträge am Dienstag, sowie der US-ADP Arbeitsmarktbericht am Mittwoch stellvertretend zu nennen sind. Zusätzlich wird die US-Notenbank FED einen Ausblick auf die Zinsentwicklung geben und damit erneute Signale für die Weltmärkte setzen.

Es scheint somit ein spannender Herbst zu bleiben mit einer neu gewonnenen Volatilität. Da dies viele Trading-Chancen hervor bringt, gilt es zusammen die Besten zu analysieren und zu diskutieren.

Ich freue mich darauf und wünsche allen Lesern bis dahin ein erholsames Wochenende.

Euer Bernie


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