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Gold Luftholen nach gestrigem Rekord

17.11.2009, 10:02  |  2095   |   |   
Der am aktivsten gehandelte Gold-Future markierte gestern ein neues Rekordhoch bei 1.144,20 Dollar. Nun scheint ihm nach der Kursrally von über elf Prozent innerhalb von 14 Handelstag aber langsam die Luft auszugehen. Selbst die Meldung, dass die Notenbank von Mauritius vom Internationalen Währungsfonds zwei Tonnen Gold abgekauft hat, konnte daran nichts ändern. Doch der Rücksetzer fiel bislang relativ bescheiden aus. Eines scheint sich aber mehr und mehr herauszukristallisieren: Das verbleibende zum Verkauf anstehende IWF-Gold dürfte aller Voraussicht nach keinen Verkaufsdruck auf Gold ausüben, da die Verkäufe auf außerbörslichem Weg und damit besonders marktschonend über die Bühne gehen dürften. Offensichtlich bleibt das gelbe Edelmetall weiterhin als Schutz vor Inflation und schwachem Dollar die erste Adresse – auch auf dem deutlich erhöhten Preisniveau.
Aus charttechnischer Sicht steigt aufgrund der überkauften Situation mittlerweile aber das Rückschlagspotenzial. Ohne weitere Anschlusskäufe droht – nach dem Ausbruch nach oben – eine Rückkehr in den seit Juli dieses Jahres zu beobachtenden Aufwärtstrendkanal.
Am Dienstagvormittag präsentierte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold mit Fälligkeit im Dezember mit leicht rückläufigen Notierungen. Bis gegen 9.50 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der Kontrakt um 2,20 auf 1.133,00 Dollar pro Feinunze.

WTI: Gewinnmitnahmen nach gestrigem Plus

Am gestrigen Montag verteuerte sich der nächstfällige WTI-Future um 3,3 Prozent auf 78,90 Dollar. Die freundliche Tendenz der Aktienmärkte sowie der weiterhin schwache Dollar haben in gewohnter Manier wieder einmal zahlreiche Optimisten mobilisiert, auf eine konjunkturelle Trendwende und eine damit verbundene zunehmende Ölnachfrage zu setzen. Noch ist auf der physischen Handelsebene davon allerdings nichts zu spüren. So rechnen laut einer Bloomberg-Umfrage elf befragte Analysten mit einem durchschnittlichen Anstieg der gelagerten Ölmengen um 1,2 Mio. Barrel und einer unveränderten Raffineriekapazität von 79,9 Prozent. Das EIA-Update soll morgen Nachmittag (16.30 Uhr MEZ) veröffentlicht werden.
Am Dienstagvormittag zeigte sich der nächstfällige Future auf WTI etwas schwächer. Bis gegen 9.50 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der Kontrakt um 0,39 auf 78,51 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,35 auf 78,41 Dollar anzog.

Die Rohstoffe im Überblick:
Brent Crude Oil
Gold
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