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BlackRock Langer Bullenmarkt für Gold wahrscheinlich

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Gastautor: GOLDINVEST.de
17.11.2009, 15:51  |  2638   |   
Nach Ansicht des international agierenden Rohstofffonds BlackRock werden die Zentralbanken weltweit im laufenden Jahr mehr Gold kaufen als verkaufen.Was die Umkehr eines jahrzehntelangen Trends bedeuten würde.

Investments in Gold durch Zentralbanken haben in letzter Zeit zugenommen, insbesondere mit dem Kauf von 200 Tonnen Gold vom Internationalen Währungsfonds (IWF) durch die indische Notenbank. Und nach Aussage von BlackRock überlege sich die Zentralbank Taiwans derzeit, ob sie den Goldanteil an ihren Währungsreserven anheben sollte, während sich China und Südkorea ebenfalls Gedanken zu diesem Thema machen.

BlackRock ist eine der größten Fondsgesellschaften der Welt und verwaltet aktuell rund Anlagen im Wert von 1,4 Billionen US-Dollar aller Klassen. Man berät unter anderem die US-Notebank Fed und die Ansichten von BlackRock können die Richtung, die die globalen Märkte nehmen, beeinflussen.

Auf einer Presseveranstaltung in Australien jedenfalls zeigten sich die Experten sehr bullish für den Goldpreis. Ihre Prognose, dass die Zentralbanken 2009 zu Nettokäufern werden, würde, sollte sie eintreten, bedeuten, dass die Zentralbanken zum ersten Mal seit zwei Jahrzehnten mehr Gold kaufen als verkaufen. Seit 1988 waren die Institute Nettoverkäufer. Der Goldlagerbestand der Zentralbanken ist seit 1989 um mehr als ein Sechstel gefallen.

Laut den Experten hat der jüngste Ausbruch des Goldpreises in US-Dollar dazu geführt, dass sich das gelbe Metall auch in den meisten anderen Währungen verteuert hat, so BlackRock weiter. Nun würden die Anleger davon ausgehen, dass Gold auch gegenüber anderen Rohstoffen, nicht nur gegenüber dem US-Dollar, steigen werde. Wenn der Goldpreis in einer ganzen Reihe unterschiedlicher Währungen steige, sei dies ein klares Zeichen für einen zukünftig sehr starken Markt.

Der Goldpreis hat sich seit Jahresbeginn unaufhörlich gesteigert, vor allem als Absicherung gegen einen schwachen US-Dollar und steigende Inflationsrisiken – traditionell Gründe, um in Gold zu investieren. Um gut 33 Prozent ist der Goldpreis im laufenden Jahr gestiegen, während er in anderen Währungen sei Anfan 2009 keine neuen Hochs mehr erreichte. In australischen und kanadischen Dollar sowie in südafrikanischen Rand erreichte er seine Höchststände im Februar.

Doch nach Ansicht von BlackRock würden Investoren nun einen Preisanstieg in allen Währunge erwarten, da die Zentralbanken begännen, ihre Goldbestände zu erhöhen und das weltweite Angebot sinke. Gold erhalte zurzeit deutlich mehr Aufmerksamkeit, vor allem als Möglichkeit der Risikodiversifizierung, so die Experten.

Und BlackRock ist auch der Ansicht, dass das hohe Niveau der Goldproduktion in China, dass Südafrika als größten Goldproduzenten abgelöst hat, nicht lange zu halte sei, was die Angebotsseite unter Druck setze. Nach offiziellen Angaben stieg die chinesische Goldproduktion 2009 um 13,49 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Gleichzeit sehe man Anzeichen für eine Erholung der Rohstoffnachfrage in den USA. Was, zusammen mit der starken Nachfrage aus Asien und den Zentralbanken als Goldkäufern, die Bühne für einen langen Bullenmarkt bereite.

GOLDINVEST.de bietet seinen Lesern Hintergrundberichte und aktuelle Kommentare zum Geschehen an den Rohstoffmärkten und verfolgt die Entwicklung ausgewählter Minengesellschaften aus dem Bereich der Edelmetalle, Basismetalle und sonstiger Rohstoffe. Weitere Informationen unter: www.goldinvest.de

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