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Trading, Disziplin und Familie

Gastautor: medianer70
01.12.2009, 07:49  |  1784   |   |   
Guten Morgen allerseits,

geglaubt habe ich es eigentlich nicht wirklich, doch man kann sich beim Trading tatsächlich langweilen – vor allem wenn man wie ich in höheren Zeiteinheiten tradet. Keine einzige vernünftige Chance bot sich im Verlauf des Tages für mich – Langeweile pur. Bis vor einiger Zeit, Sie wissen es bestimmt noch, hätte ich vor lauter Aktionismus in die kleineren Zeiteinheiten gewechselt, nur um einen Trade machen zu können. Die Erfahrung hat mich jedoch gelehrt, dass sich damit mein persönliches Stresspotential enorm erhöht und damit auch die Fehlerquelle steigt.
Diesen Fehler konnte ich gestern mit meiner selbst auferlegten Disziplin vermeiden. Und darauf bin ich schon ein wenig stolz. Doch auch hier bleibt die Beständigkeit das Ziel – eine Schneeflocke macht ja auch nicht den Winter.

Erst am frühen Abend war mein Setup im EUR/JPY erfüllt und ich konnte einen Trade eingehen. Nach zwei Teilverkäufen wurde der Trade, dank des neu eingeführten Trailingstopps bei RBS, im Plus ausgestoppt.

Zu diesem Zeitpunkt befand ich mich mit meiner Madame beim Abendspaziergang – ein inzwischen ritueller Abschluss unseres Arbeitstages. Warum ich das erwähne? Ganz einfach: Es gibt auch ein Leben außerhalb des Tradings – und das ist genauso wichtig wie das Trading selbst. Ohne diesen täglichen Abstand zu den Charts beginnt man bald den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr zu sehen.
Das wirkt sich nicht nur sehr negativ auf das Trading aus, sondern vor allem auf die Familie oder eine Beziehung. Beides ist es nicht wert, für das Trading aufs Spiel gesetzt zu werden. Traden kann man immer, aber eine glückliche Familie oder Beziehung zu haben ist keine alltäglich Sache.
Behalten Sie das bitte im Sinn während Sie heute Ihre Chance in den flimmernden Charts suchen.

Carpe Diem!!!!

Es folgt die Einschätzung der von mir beobachteten Märkte für Dienstag, den 01.12.2009.

Zum EUR/USD:

Die Hammerkerze wurde zwar gestern bestätigt, doch zum wiederholten Male bot der Resist bei 1,5066 zu viel Widerstand. Zurück blieb ein klassischer Doji als Tageskerze, was auf die derzeitige Unentschlossenheit des Marktes hindeutet. Seit Tagen bewegt sich der Kurs beständig an der unteren Trendkanallinie – bisher konnte dieser Kanal immer wieder zurückerobert werden. Wie lange dieser Kampf noch dauern wird, lässt sich nicht voraussagen. Eine einzige Meldung mag hier schon genügen, um den Kurs in die eine oder andere Richtung davonziehen zu lassen. Solange keine deutlichen Signale im Chart auftauchen, werde ich die Seitenlinie bevorzugen.
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