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Glatte Zehn Prozent wirbeln die Märkte durcheinander

Gastautor: Andreas Mueller
08.01.2010, 19:00  |  3523   |   |   
Mit einem Endspurt von 1,1 Prozent verabschiedete sich der Nikkei in Tokio sehr positiv aus der ersten Handelswoche des neuen Jahres. Dem stand der Hang Seng in Hongkong mit einem Plus von „nur“ 0,1 Prozent um einiges nach.

Diese Vorgaben nutzte der Deutsche Aktienindex für eine positive Eröffnung mit einem GAP bis knapp unter das bisherige XETRA-Jahreshoch von 6.055 Punkten. In einer untypisch engen Handelsspanne von 20 Punkten tendierte der Markt in Erwartung der wichtigen US-Arbeitsmarktdaten seitwärts. Auch das um 0,4 Prozent gestiegene Bruttoinlandsprodukt der Europäischen Union im dritten Quartal 2009 sowie die auf 10 Prozent gestiegene Arbeitslosenquote der EU im November schafften es nicht diese Range zu brechen.

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Ebenfalls bei 10 Prozent lag die US-Arbeitslosenquote im Dezember und sorgte damit für ein vielfaches mehr an Volatilität an den Finanzmärkten. Der DAX reagierte auf diese Veröffentlichung und die um 85.000 gesunkene Beschäftigtenzahl (ohne Landwirtschaft) in erster Tendenz mit einem Abverkauf. Hierbei wurde auch die psychologisch wichtige Marke von 6.000 Punkten dynamisch durchbrochen. Ein Boden fand sich erst bei 5.972 Zählern.

Mit Eröffnung der US-Aktienmärkte erfolgte eine zunehmende Stabilisierung, welche den DAX schließlich in seine Vormittags-Handelsspanne zurück katapultierte. Dort beendete er auch seine erste Woche im Jahr 2010 mit einem XETRA-Schlußkurs von 6.037 Punkten.

Ein ähnliches V-Reversal präsentierte der Bundfuture und der EUR/USD, welcher kurzfristig über 150 Pips auf 1,4409 steigen konnte, bevor er zum Ausbruchsniveau von 1,4310 zurück fiel.

Zum aktuellen sind keine weiteren Tendenzen an den Aktienmärkten erkennbar und der EUR/USD ist erneut im Bereich von 1,4400.

Warten auf die Rakete und dann…

Das heutige vergebliche Warten am Buffet auf FOSSILION überbrückte man am effizientesten mit der Morgenkolumne von medianer70, in der er gewohnt professionell ausgewählte Währungspaare charttechnisch analysiert. Um 8.03 Uhr startet NICHT Standuhr (welcher nach eigenen Angaben „mit Flüssigkeitsverlusten aus allen Öffnungen außer den Ohren“ zu kämpfen hatte) sondern andimaus den Trading-Reigen mit einer Short-Position zu 6.051 Punkten. Die frühzeitige Glattstellung nach nur 5 Punkten ließ weiteres Verwechslungspotential zu. Immerhin konnte sich andimaus nach diesem ersten DAX-Trade des Jahres in einer Wanne voll Eigenlob mit der Aufschrift „100% Trefferquote in diesem Jahrzehnt“ wie eine erregte Bache suhlen.

Bis zu den mit Spannung erwarteten US-Arbeitsmarktdaten am Nachmittag wurde seitens der Diskussionsteilnehmer mit allgemeiner Zurückhaltung gerechnet, was auch optisch durch Charts von BerlinerJung und lisa46 aufbereitet wurde. Diese erwartete Range zu handeln, setzten dennoch einige Trader erfolgreich um, wie beispielsweise Malony und HelicopterBen. Selbiges Agieren mit „unten rein und oben raus“ zeigte Zaturn, allerdings im USD/CHF. Ob dies dem so genannten „Alienindikator“ zuzuschreiben ist, wurde nicht geklärt :
-)

Während für HerrKoerper schon 10.30 Uhr fest stand: „Der DAX ist Fallobst!“, erwartete hexalzeit und Statz den „Start der Rakete um 14.30 Uhr“. Von diesem Lärm wurde auch Standuhr munter, fit und aktiv. Ihm verdanken die Anleger vermutlich den Boden unterhalb von 6.000 Punkten, da er seine vor Schreck eingebuchten Longs massiv verbilligte. Bei 5.974 half metrofinance schließlich nach und fertig war das V-Reversal! Begründet wurde dies ganz simpel mit „Ich möchte nicht, dass die Wirtschaft kaputt geht wie hier einige schreiben“ sowie der alltäglich präsentierten Charttechnik. Dafür gab es nicht nur von andimaus und JoeMo das verdiente Lob „du liegst ja im Daxi momentan hammermäßig gut“.

Im EUR/USD war ebenfalls ein Reversal zu bestaunen, welches vermutlich von zooropa, r6fahrer und SeaCloud5 beim kurzen Spike über 1,44 angezettelt wurde. Nur zu schnelle Teilverkäufe konnten den Gewinn jetzt noch mindern…

Ausblick

Stabil bis positiv begann die erste Handelswoche des Jahres. Die Charts der vergangenen Jahre mahnen jedoch zur Vorsicht, da ab der zweiten Januarwoche der Kaufrausch schon des Öfteren zum stocken kam. Es gilt demnach voller Aufmerksamkeit auf die Markttechnik und anstehende Wirtschaftsdaten zu achten.

Am Dienstag wird um 14.30 Uhr die US-Handelsbilanz des Monats November, am Mittwoch um 20.00 Uhr das US-Beige Book sowie der Staatshaushalt des Monats Dezember und am Donnerstag um 13.45 Uhr der Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank als bestimmender Impuls erwartet.

Eine Analyse dieser Daten und damit verbundene Diskussionen folgen an gewohnter Stelle. Bis dahin wünsche ich allen Kollegen und Lesern ein erholsames Wochenende.

Euer Bernie


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