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WTI Bären übernehmen das Kommando

26.01.2010, 09:58  |  2133   |   |   
Die gestrigen Daten vom Immobilienmarkt verpassten den Konjunkturoptimisten einen weiteren Dämpfer. Mit lediglich 5,45 Mio. fielen die Dezemberverkäufe existierender Wohnhäuser enttäuschend aus. Dies entsprach einem Rückgang gegenüber dem Vormonat in Höhe von 16,7 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat schlug allerdings ein Plus in Höhe von immerhin 15,0 Prozent zu Buche. Die schlechter als erwartet ausgefallenen Immobilienmarktdaten schafften es zunächst nicht, den Ölpreis zu belasten. So beendete der nächstfällige WTI-Future den gestrigen Handelstag mit einem Tagesgewinn von fast einem Prozent. Im frühen Dienstagshandel übernahmen jedoch wieder die Bären das Kommando, nachdem die koreanische Notenbank für das vierte Quartal ein BIP-Wachstum von lediglich 0,2 Prozent bekanntgab, während im Vorquartal noch ein Plus von 3,2 Prozent erzielt worden war. Dies drückte nicht nur die asiatischen Aktienmärkte, sondern auch den Ölpreis spürbar nach unten.
Am Dienstagvormittag zeigte sich der nächstfällige Future auf WTI deutlich im Minus. Bis gegen 9.45 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der Kontrakt um 0,80 auf 74,46 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,69 auf 73,00 Dollar zurückfiel.

Zucker: Höchster Stand seit 29 Jahren

Der Zuckerpreis profitiert weiterhin von einem angespannten Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage. So wird zum Beispiel für Indonesien bis Ende April mit einem Defizit von nahezu 531.000 Tonnen gerechnet, welches durch steigende Importe ausgeglichen werden dürfte. Bereits am Sonntag war von der chinesischen Regierung zu hören, dass man einen Anstieg der Zuckeranbauflächen und höhere Erträge plane. Bis zum Jahr 2015 soll die Zuckerproduktion auf 17 Mio. Tonnen gesteigert werden. Nachdem in den Monaten zuvor schlechte Ernten in Indien und Brasilien die Preise nach oben getrieben hatten, führte zuletzt auch die Missernte in Florida, wo rund ein Fünftel der US-Zuckerernte eingefahren wird, zu einer Fortsetzung des Aufwärtstrends.
Am gestrigen Montag markierte der am nächstfällige Future auf Zucker No. 11 mit mit 30,10 US-Cents pro Pfund den höchsten Stand seit 29 Jahren. Bis Handelsschluss verteuerte sich der Kontrakt um 1,02 auf 29,80 US-Cents.

Die Rohstoffe im Überblick:
Brent Crude Oil
Zucker
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