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Die Renaissance der Kernkraft – Uran im Fokus

Gastautor: Tim Roedel
29.01.2010, 13:05  |  2179   |   |   

US-Präsident Obama machte in seiner Rede an die Nation an diesem Mittwoch nochmals deutlich, dass die Regierung der Vereinigten Staaten weiterhin stark auf die Energiegewinnung aus Kernkraft setzen wird. Obama stellte dabei heraus, dass die US-amerikanische Uranproduktion ein absolutes Schlüsselelement für die landeseigene Kernkraftindustrie darstelle und nur duch diese eine kostengünstige zukünftige Energiebereitstellung gewährleistet werden könne. Er forderte darüber hinaus den Bau weiterer Atomkraftmeiler auf amerikanischem Staatsgebiet.
Diese Aussagen Obamas kommen genau zum richtigen Zeitpunkt, denn just vor einigen Tagen präsentierte der Internationale Verband der Kernenergie die neuesten Zahlen zur Entwicklung des Kernkraftsektors.

Demnach blieb in 2009 die Zahl der weltweit operierenden Kernreaktoren gleich. Diese umfasste demnach wie schon zu Beginn von 2009 436 Anlagen. Einen sprunghaften Anstieg verzeichneten jedoch die sich im Bau befindlichen Kernreaktoren. Die Anzahl dieser stieg von zuletzt 43 auf jetzt 53. 9 dieser 10 in 2009 begonnenen Neubauten entstehen in China, eine in Indien.
Noch weitaus signifikanter ist jedoch die Entwicklung im Bereich der geplanten und beantragten neuen Atommeiler. Hier stieg die Anzahl neu geplanter Reaktoren weltweit von 374 zu Beginn von 2009 auf 469 zu Beginn diesen Jahres.

Übrigens gehen nun auch immer mehr Erdöl-produzierende Länder dazu über, vermehrt auf Atomkraft zu setzen und damit die Abhängigkeit von fossilen Energieerzeugern zu vermindern. So unterzeichneten beispielsweise die Vereinigten Arabischen Emirate (achtgrößte Erdölfördernation) Ende 2009 ein Abkommen mit einem Konsortium unter der Führung der Korea Electric Power Corporation (KEPCO) zum Bau von 4 neuen 1.400MWe Leistung erzeugenden Reaktoren. Diese sollen zwischen 2017 und 2020 ans Netz gehen.

Und auch Jordanien will bereits bis 2020 ein 750 bis 1.100 Mwe Leistung erzeugendes Kernkraftwerk am Roten Meer im Süden des Landes zum Laufen bringen. Dazu unterzeichnete die jordanische Energiebehörde im Laufe der vergangenen Woche ein Abkommen mit Spanien, das Jordanien bei der Entwicklung von Bauplänen und der Konstruktion des Reaktors helfen soll. Zuvor holte man sich bereits Experten aus Frankreich, China, Südkorea, Kanada, Russland, dem Vereinigten Königreich und Argentinien ins Boot. Das Ganze verdeutlicht zum Einen eine steigende Bereitschaft von immer mehr Staaten, auf eine kostenmäßig konkurrenzfähige Atomkraft zu setzen und zum Anderen auf multinationale Expertisen zurückzugreifen.
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