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Gewinnmitnahmen ohne Gewinne

Gastautor: Andreas Mueller
05.02.2010, 17:55  |  6215   |   |   
Dem Abgabedruck an den internationalen Aktienmärkten konnte sich der asiatische Kontinent am Freitag nicht entziehen So verlor der Nikkei in Japan 2,9 Prozent und schloss nur knapp über der psychologisch wichtigen Marke von 10.000 Punkten auf einem Zwei-Monats-Tief. In Hongkong musste der Hang Seng sogar Kursverluste von 3,3 Prozent beklagen.

Entsprechend verhalten startete der Deutsche Aktienindex in den letzten Handelstag der Woche mit einem leichten Minus. Dieses wurde sukzessive bis zum Mittag ausgebaut. Im produzierenden Gewerbe der deutschen Produktion wurde ein Rückgang von 2,6 Prozent zum Vormonat vermeldet, was die positiven Erwartungen um Längen unterbot. Ab einem Tagestief von 5.433 Punkten konnte sich der Markt dennoch in Vorfreude auf den US-Arbeitsmarktbericht wieder leicht erholen. Veröffentlicht wurden um 14.30 Uhr lediglich 9,7 Prozent Arbeitslosenquote, nach 10 Prozent Erwartung bei einem Rückgang der Beschäftigten um 20.000 im Januar. Dies sorgte für erhebliche Volatilität von etwa 60 Punkten im DAX binnen weniger Minuten. Hierbei wurden auch die 5.500 Punkte kurz überschritten.

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Mit Eröffnung der Wallstreet wendete sich die Stimmung abermals und die Käufer traten erneut in den Vordergrund. Sehr dynamisch wurde erneut das bestehende Tagestief getestet und verteidigt. Im Rücklauf gelang es nicht, die Marke von 5.500 Punkten zurück zu erobern. Daraus resultierte eine Kapitulation und ein erneuter Abverkauf. Genau auf Tagestief schloss der XETRA-Handel seine Woche bei 5.434 Zählern.

Aktuell tendieren die Index-Futures zum Bruch der bisherigen Tagestiefs. Eine Gegenbewegung ist nach den Verlusten der vergangenen zwei Handelstage für viele Marktteilnehmer wünschenswert, jedoch aus Sicht der Markttechnik noch nicht in Sicht.

Vola ist ein zweischneidiges Schwert

Mit der Kampfansage „heut killen wir den DAX, der Nikkei wurde schon gerupft „ gab Standuhr bereits 7.28 Uhr den groben Fahrplan vor. Vor Schreck verkaufte HerrKoerper sofort seine Vortagesposition im S&P mit 4 Punkten Gewinn und nahm sich der traurigen Morgenlektüre von medianer70 an. Seine Schilderungen konnten sehr viele Trader sofort nachvollziehen und ihm zudem einige Ratschläge mit auf den Weg geben. Unter einem Kekshaufen begraben nahm er diese alle dankbar an und wird sie sicherlich in seinen weiteren Trading-Alltag einbinden.

Nachdem bereits 8.08 Uhr unsere Standuhr seine ersten Gewinnpunkte verbucht hatte und als Verwendungszweck schon die Faschingskostüme für sein Harem offerierte, war der Ärger über einige Broker mit bestehenden Kursaussetzern nicht nur bei moomoney schwer zu unterdrücken. Zur Ablenkung musste der Forex-Markt herhalten, in dem HerrKoerper mit 1,3654 beim EUR/USD eine Marke in den Raum stellte, welche sich für die nächsten Stunden als genialer Wendepunkt erwies. Einige „stützende Hände” griffen dort auch bereitwillig zu und konnten in Folge dessen schnelle Teilverkäufe im Gewinn realisieren. Roundturn_50Mark skizzierte die charttechnische Erläuterung aus „3 Pushes Down” noch einmal lehrbuchhaft parallel zur „offiziellen” Bekanntmachung von Stützungskäufen in den Medien. Egal wie die Erklärung ausfiel; der Kurs entscheidet letztlich über Gewinn und Verlust! Als Ziel für die Aufwärtsbewegung prognostizierte JoeMo die 1,3744 und bekam nur 150 Minuten später Recht vom Markt und das Lob „Megaansage!!!” von moomoney.

Neue „Alien-Trades” vom Planeten Zaturn begeisterten die Diskussionsteilnehmer ebenso wie die 104 DAX-Punkte Gewinn von Speedy79. Mit Sicherheit brachte dies mehr Resonanz als die eine grüne Blume namens ICQ : - )

„Und schön an 14:30 denken gell” warnte boardy1 die Trader noch rechtzeitig vor den US-Arbeitsmarktdaten, doch einige vertrauten ihrem Instinkt und dem Broker. Dies erwies sich als zu riskant. Binnen Sekunden wurden beidseitig Stopps ausgelöst und sorgten für Tränen-Smileys. Erfahrene Diskussionsteilnehmer trösteten wenig später und begutachteten von der Seite die Lage, wie Elrond mit „meine Güte was ein Gezocke”. Ob die vielen gut gemeinten Ratschläge zum Money-Management und Broker-Wahl angenommen werden, muss jeder für sich selbst entscheiden. Ziel sollte es aber sein, die Lage objektiv beurteilen zu lernen, so wie es Amateur16 vormachte und damit seinem Nick einen ironischen Charakter verlieh.
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