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Gyros am Buffet der Märkte

Gastautor: Andreas Mueller
11.02.2010, 19:17  |  6734   |   |   
Gerade so schloss der Dow Jones am Mittwoch oberhalb der psychologisch wichtigen Marke von 10.000 Punkten. Ein Feiertag in Japan verhinderte, dass der Nikkei sich ebenfalls über 10.000 Punkten hätte behaupten können. Dahingegen verbuchte der Hang Seng in Hongkong ein Kursplus von 1,9 Prozent.

Diese positiven Vorgaben setzte der Deutsche Aktienindex mit einer Eröffnung im Plus sofort um. Innerhalb der ersten Handelsstunde konnte sogar die Marke von 5.580 Punkten tangiert werden, bevor erneute Unsicherheit den Marktverlauf bestimmte. In Folge dessen rutschte der DAX bis zum Mittag leicht in die negative Zone, konnte sich jedoch im Vorfeld der erwarteten US-Daten an die Vortagesschwelle zurück kämpfen. Mit 440.000 neuen Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe und einem gesunkenen US-Einzelhandelsumsatz fehlten dem Markt am frühen Nachmittag einfach die Kräfte, um sich massiver zu erholen.

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Mit Eröffnung der Wallstreet verstärkte sich der Abwärtstrend noch einmal und bildete erst im Bereich von 5.454 Punkten einen mehrfachen Boden aus. Ein anschließender Rebound verhalf noch einmal per XETRA-Schluss die Marke von 5.500 zu verteidigen.

Der Euro im Verhältnis zum US-Dollar erlebte am Nachmittag erneut eine Berg- und Talfahrt. Nach der Hoffnung auf finanzielle Unterstützung für Griechenland und einer Notierung oberhalb der 1,38 in den frühen Morgenstunden entwich nach und nach diese Phantasie im Zuge des EU-Sondergipfels wieder. Als Haltemarke diente erst einmal die 1,36 für eine kurze technische Erholung am Abend.

Aktuell wendet sich die Stimmung an den Aktienmärkten durch das Überschreiten des Vortageshochs vom Dow Jones zu grünen Vorzeichen. Davon profitiert auch der EUR/USD.

Plumps statt Platsch

Nach der „verschneiten Morgenlektüre” von medianer70 stand ein völlig verwirrter Standuhr mit abgeschnittenem Schlips auf der Matte. Mit bjoernb um 8 Uhr vorglühen wollte er nicht, und der eingeschneite elbono konnte einfach nicht, also wurde schnell das „Griechenland-Thema” zum Tages-Aufmacher erklärt und ausgiebig beleuchtet.

Mit dem Start des XETRA-Handels tätigte HerrKoerper den „obligatorischen Short” am Tageshoch mit dem ebenso „obligatorischen” Minigewinn für das Depot. Gut gepolstert gab er später sein Geheimnis einer objektiven Markteinschätzung preis: „Nachrichten abbestellen, N-TV nur zwei Mal die Woche für Žne Stunde und Zeitung ein Mal die Woche.” Abgesehen von der Tatsache dass die BRAVO eine Zeitschrift und keine Zeitung ist, war dieser Hinweis sehr wertvoll!

Der zögerliche Verlauf im DAX ließ einige Diskussionsteilnehmer zu dem Fazit kommen, auf das Schließen der Kurslücke zum Vortag (GAP) zu spekulieren. Visuell aufbereitet von r6fahrer sowie monetär unterstützt von klotsinga und zooropa kam dieses Szenario gegen 10.30 Uhr auch zustande. Auch wenn das „Platsch” von regenkobold förmlich erbettelt werden musste, konnte sich Dynamik entwickeln und auch noch prozyklisch veranlagte Trader wie JoeMo und HelicopterBen mit im abwärts fahrenden Zug aufnehmen. Pünktlich zur Mittagspause wurde das GAP dann geschlossen und nicht nur von klotsinga Kasse gemacht. Im Media-Markt befanden sich zu dem Zeitpunkt übrigens mehr Angestellte als Kunden :-)

Für einen Ausblick im größeren Zeitrahmen stellten privatboerse, JoeMo und poll23 interessante Perspektiven zum weiteren DAX-Verlauf ein, den Krokoline mit den Charts des Bund-Futures wie immer sehr professionell ergänzte.

Der EU-Sondergipfel sorgte am Nachmittag für erhebliche Volatilität in den Indizes und Währungen. zooropa empfahl „was für ne vola...schaue lieber zu” – was natürlich nicht für Standuhr galt, der sich lauthals schimpfend weiter am Buffet bediente. Später ist man immer klüger und Morgen wird es auch wieder ein Buffet geben, habe ich flüstern gehört…

Ausblick

Während der Euro weiter zum Spielball der Anleger und Trader avanciert, schafft es der Dow Jones scheinbar den etablierten Abwärtstrend der vergangenen Wochen bei 10.000 Punkten (psychologisch unterstützt) zumindest zu stoppen. Kann daraus am letzten Handelstag der Woche noch eine Gegenbewegung erfolgen?

Aussagen dazu geben vermutlich auch die anstehenden Wirtschaftsdaten. Hierbei werden am Vormittag das Bruttoinlandsprodukt von Deutschland, Frankreich und der EU veröffentlicht. Am Nachmittag schauen die Finanzmärkte gespannt auf die US-Verbraucherstimmung der Uni Michigan Februar und die US-Lagerbestände des Monats Dezember.

Im Bann dieser Zahlen und der weiteren Verhandlungen zur Rettung der griechischen Staatsfinanzen freue ich mich auf die kommenden Tages-Trading-Chancen.

Euer Bernecker1977
(Andreas Mueller)

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