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Hurra - Handel in USA!

Gastautor: Andreas Mueller
16.02.2010, 19:23  |  18824   |   |   
Mangels Impulsen aus den USA auf Grund eines Feiertages fanden an den Aktienmärkten in Asien nur geringe Kursausschläge statt. Der Nikkei in Japan konnte dennoch mit 0,2 Prozent Kursplus über der psychologisch wichtigen Marke von 10.000 Punkten schließen. Entgegen dessen verlor der Hang Seng in Hongkong 0,1 Prozent.

Das erste Aufatmen am Devisenmarkt über die Schonfrist im Fall Griechenland verhalf dem Deutschen Aktienindex zu einer positiven Eröffnung mit einem GAP. Bis 13.00 Uhr änderte sich daran wenig, auch nicht durch den auf 45,1 Punkten (Vormonat 47,2) gefallenen ZEW-Konjunkturerwartungsindex der Finanzanalysten. Schlagartig fiel der DAX dann doch noch in sein GAP und stabilisierte sich erst bei 5.498 Punkten wieder. Mit dem kräftig gestiegenen US-Empire State Index von 15,9 auf 24,9 wurde das Vormittagsniveau jedoch zügig zurück erobert. Das Wachstum im verarbeitenden Gewerbe gilt als Stimmungsindikator für die übrigen Wirtschaftszweige.

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Die damit einhergehende positive Eröffnung der Wallstreet verstärkte die Aufwärtsbewegung noch einmal. Äußerungen des stellvertretenden Finanzministers Neal über ein anhaltendes Wirtschaftswachstum wirkten als Antrieb und konnten den Dow Jones über die Hochs der Vorwoche tragen. Für den XETRA-Handel bedeutete dies mit 5.592 Punkten einen Schluss auf Tageshoch.

Der Euro im Verhältnis zum US-Dollar profitierte ebenfalls stark von den Geschehnissen und eroberte am Nachmittag die Marke von 1,37 locker zurück. Ob die Kraft sogar bis zu den in der Vorwoche markierten Verlaufshochs von 1,3830 reichen, wird sich in der verbleibenden Handelswoche herausstellen müssen.

Zitterpartie mit Happy End

Trotz Fasching ließ sichStanduhr bereits um 8.01 Uhr zum Shorteinstieg hinreißen. OTCB2008, Elrond und andimaus taten es ihm gleich, konnten jedoch den Markt damit auch nicht beeinflussen. Dieser setzte sich erst einmal an der eingezeichneten Range-Kante von rushhour‘s Chart fest. Selbige Zone zum „nicht dagegen halten” diagnostizierte eagleRSW in seinem Ausbruchs-Setup auf 30 Minuten-Basis. Vorerst passierte jedoch garnichts, nicht einmal die Bitte von Zockerbine: „kann bitte mal jemand "platsch" oder so sagen?” wurde erhört.

Je länger sich die Kurse oberhalb des GAP’s bewegten, desto nervöser wurden die bereits Short investierten Trader. Parolen wie „Ich halt das durch bis die Februargewinne weg sind” von Standuhr weckten nicht nur positive Kommentare. Dabei konnte auch nicht trösten, dass andimaus im selben Boot saß. Seinen Gürtel der Margin schnallte er mit 5585 Punkten auf einen so engen Stopp, dass es sich am Telefon anhören musste wie der Refrain von Modern Talking‘s „Cheri Cheri Lady”.

Abseits dessen beschäftigten sich JoeMo und Zaturn erfolgreich mit den Währungsmärkten Euro, Dollar und Pfund. Dazu muss man keine weiteren Ausführungen machen…

Zur Mittagszeit stellte Elrond in einem Hauch von fallenden Kursen seine Short-Position als erster glatt, gerade rechtzeitig bevor es richtig fiel. Total erleichtert (von Psyche und Ballast) gab Standuhr nach dem Rutsch auf 5.500 Punkte zu Protokoll: „Ich vermelde unerträgliche Shortgewinne!”. Das Aufatmen unter den Diskussionsteilnehmern konnte jedoch noch nicht komplett stattfinden, denn nun zitterten alle mit den sehr engen Long-Scheinen von hexalzeit mit. Am Abend lohnte sich aber auch diese zittrige Haltezeit und so kann man (mit Verweis auf ein notwendiges Risikomanagement bei solchen Aktionen) als Tagesfazit sagen: KeinGrundZumHeulen :-)

Ausblick

Keine klare Tendenz ist auf Wochensicht bisher in den Aktienindizes und beim Euro zu erkennen. Die aktuellen Ereignisse sorgen dennoch für tägliche Volatilität, was für Investoren eine nervenraubende Zeit bedeutet aber für Trader eine sehr gute Grundlage darstellt. Ob diese „Entscheidungsunfreudigkeit” im großen Zeitrahmen weiterhin andauern wird, kann niemand mit Sicherheit sagen. Was jedoch fest steht sind die erwarteten Termine für Mittwoch.

Am Vormittag stehen die Arbeitsmarktdaten aus England sowie die Daten zum EU-Außenhandel und zur EU-Produktion im Baugewerbe zur Diskussion. Um 14.30 Uhr werden die US-Wohnbaubeginne und die US-Wohnbaugenehmigungen sowie die US-Einfuhrpreise und US-Ausfuhrpreise veröffentlicht. Kurz vor Eröffnung der Wallstreet stehen zudem die US-Industrieproduktion sowie die US-Kapazitätsauslastung im Interesse der Börsianer. Erst im späteren Handelsverlauf können um 20.00 Uhr das US-FOMC Sitzungsprotokoll und der US-Staatshaushalt für weitere Volatilität sorgen.

Jede Menge Daten sorgen somit für Diskussionsbedarf und stellen eine perfekte Grundlage für die kommenden Tages-Trading-Chancen dar. Ich freue mich daher auch am Mittwoch auf Euch.

Euer Bernecker1977
(Andreas Mueller)

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