Crash erneut vertagt

26.02.2010, 18:38  |  10486   |   |   
Zum Wochenausklang nutzten die asiatischen Aktienmärkte den Schwung aus den USA, um mit einem Plus den Handel zu beenden. Hierbei konnte der Nikkei in Tokio um 0,2 Prozent und der Hang Seng in Hongkong um 1 Prozent zulegen.

Davon profitierte auch der Deutsche Aktienindex durch einer starken Eröffnung mit GAP (Kurslücke) zum Vortagesschluss. Anschlusskäufer trugen den Markt nach kurzer Konsolidierung auf 5.592 Punkte. Zwischen dieser Marke und dem Eröffnungsniveau bewegten sich die Kurse in Folge dessen eher lustlos bis zu den US-Daten. Die Jahresteuerungsrate der Eurozone stieg im Vergleich zum Vormonat um 0,1 Prozent auf 1 Prozent, was im Vergleich zur gesamten EU (1,7 Prozent) jedoch relativ gering ist. Ebenfalls stabilisierend wirkte sich das US-Bruttoinlandsprodukt aus, welches im vierten Quartal um 5,9 Prozent (Vorquartal 2,2 Prozent) anstieg.

Unter zunehmender Volatilität startete der Handel an der Wallstreet. Der positive Chicago-Einkaufsmanagerindex von 62,6 (Erwartung 57,5 bis 59,7 nach Vormonat 61,5) wurde in der ersten Handelsstunde überschattet durch den auf 73,6 gefallenen (Vormonat 73,7) Verbraucherstimmungsindex der Uni Michigan. Ebenfalls gefallen waren die US-Hausverkäufe. Diese Mischung löste einen Verkäuferüberhang aus und drückte den DAX bis auf 5.530 Punkte. Ebenso zügig begann der Markt anschließend ein Reversal, was sogar für ein neues Tageshoch bei 5.605 Punkten sorgte. Nur knapp darunter schloss der XETRA-Handel in dieser Handelswoche bei 5.598 Punkten mit einem mittleren Wochenminus.

Der Euro im Verhältnis zum US-Dollar verharrte die meiste Zeit des Tages unterhalb der Psycho-Marke von 1,36. Mit Hilfe des Reversals an den Aktienmärkten schaffte er jedoch am Nachmittag den dynamischen Durchbruch und konnte sich bis 1,3680 etablieren. Aktuell ist allerdings auch an diesem Markt wieder „Durchatmen” angesagt.

Fossi-Frau kennt doch jeder

Frisch aus der Excel-Tabelle leitete Akor74 bereits am Vorabend die Kursziele für den Handelstag her. Andere Trader mussten am Morgen erst einmal den Positionsverlust durch Stopp-Loss beklagen, wie beispielsweise Optimalograph. Das Reversal vom Vorabend überraschte anscheinend und ergab für Standuhr in Anbetracht des GAPs die einzig wahre Schlussfolgerung: „Das Killerkommando steht vor der Tür”. Vielleicht war es aber auch ein Verleger, welcher alle Sprüche in einem Sammelband veröffentlichen wollte? Man darf leider nur munkeln…
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