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Rohstoffe - Rohöl Feuerwerk an Konjunkturdaten

24.03.2010, 14:51  |  4101   |   |   
Über Langeweile können sich die Akteure an den Energiemärkten derzeit wahrlich nicht beklagen. Nachdem am Vormittag vor allem der starke Dollar auf die Stimmung der Öloptimisten gedrückt hatte, dürften am Nachmittag die anstehenden Konjunkturdaten neue Impulse in die eine oder andere Richtung liefern. Bereits um 13.30 Uhr (MEZ) wurden die Auftragseingänge langlebiger Wirtschaftsgüter für den Monat Februar veröffentlicht. Mit einem Plus von 0,5 Prozent wurden die Erwartungen des Marktes in Höhe von einem Prozent (Quelle: Bloomberg-Umfrage) etwas verfehlt. Der Ölpreis tendierte nach dieser Meldung weiter nach unten.
Nun stehen noch zwei weitere wichtige konjunkturelle Highlights zur Veröffentlichung an: die Februar-Verkaufszahlen neuer Wohnhäuser (15.00 Uhr) sowie der wöchentliche EIA-Marktbericht zum Rohöl (15.30 Uhr). Die Erwartungen der Marktteilnehmer dürften durch den starken, vom API gemeldeten Anstieg um 7,51 Mio. Barrel etwas gelitten haben. Je nach Tenor dieser Events könnte es dann beim Ölpreis zu starken Kursreaktionen kommen.
Am Mittwochnachmittag präsentierte sich der nächstfällige Future auf WTI mit deutlich nachgebenden Notierungen. Bis gegen 14.40 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der Kontrakt um 1,53 auf 80,38 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 1,45 auf 79,25 Dollar zurückfiel.

Bittere Kursverluste bei Zucker

Eine volatile Zeit erlebt derzeit der Zuckerpreis. Von seinem Anfang Februar markierten 29-Jahres-Hoch bei 29 US-Cents sackte er mittlerweile auf 16 US-Cents (-45 Prozent) ab und markierte damit den tiefsten Stand seit zehn Monaten. Derzeit befürchten die Marktakteure höhere als bislang erwartete Ernten in Brasilien und Indien in Kombination mit einer schwächelnden Nachfrage. Nachdem für die Erntesaison 2009/2010 ein Angebotsdefizit von 9,4 Mio. Tonnen erwartet wird, rechnet die Internationale Zucker Organisation für 2010/2011 bereits wieder mit einem Überschuss von einer Mio. Tonnen. Derzeit stehen eindeutig die „Bären” am Ruder. Nach leichten Erholungsphasen werden immer wieder signifikante Verkaufswellen registriert. Offensichtlich sind die Spekulanten derzeit dabei, ihr ausgeprägtes Long-Exposure massiv abzubauen.
Am Mittwochnachmittag zeigte sich der nächstfällige Future auf Zucker No. 11 spürbar erholt. Bis gegen 14.20 Uhr (MEZ) erholte sich der Kontrakt um 0,43 auf 17,00 US-Cents pro Pfund.

Die Rohstoffe im Überblick:
Brent Crude Oil
Zucker

Disclaimer: Die in diesem Artikel enthaltenen Angaben stellen keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar. Eine Haftung wird nicht übernommen.


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