checkAd

    Geratherm Medical  1210  0 Kommentare Steile Fieberkurve

    Eine unserer letztjährigen Empfehlungen, an die wir derzeit mit besonders gemischten Gefühlen zurückblicken, ist unsere Besprechung des Medizintechnikspezialisten Geratherm Medical vom letzten August. Denn wir haben, obwohl uns das Unternehmen seinerzeit sehr gut gefiel und die seitdem überragende Performance der Aktie diese Einschätzung auch bestätigte, damals den Einstieg nicht geschafft und mussten der Rallye hinterher schauen. Ist der Zug damit endgültig abgefahren? Oder könnte man immer noch einsteigen, zumal sich die Aktie vom zwischenzeitlichen Hoch bei 9,30 Euro auf zuletzt 8,60 Euro ermäßigt hat und mit einer angekündigten Ausschüttung von 40 Cent je Aktie auch eine durchaus attraktive Dividendenrendite von 4,6 % (steuerfrei) bietet.

    Beeindruckender Jahresendspurt

    Zieht man die zuletzt vorgelegten Zahlen heran, so dürfte in der Tat noch Spielraum für die Aktie bestehen. Denn das Unternehmen hat sich zuletzt noch durch eine deutlich zunehmende Dynamik ausgezeichnet. So erhöhten sich die Erlöse im dritten Quartal, nach einem Wachstum um 34 % im ersten Halbjahr, um 45,1 %. Dabei hat das Unternehmen Kapazitätsengpässe als den limitierenden Faktor angegeben und angekündigt, mit deren Überwindung ab Dezember 2009 die Expansionsgeschwindigkeit nochmals steigern zu können.

    Diese Ankündigung konnte tatsächlich realisiert werden, zwischen Oktober und Dezember wurden insgesamt 4,25 Mio. Euro umgesetzt und damit 56 % mehr als zwölf Monate zuvor. Für das Gesamtjahr erreichte das Umsatzwachstum dadurch bemerkenswerte 42,7 %, mit überproportionalem Gewinnwachstum. So legte das EBIT um 280 % auf 2,2 Mio. Euro zu, unter dem Strich wurde ein Gewinn von 2,7 Mio. Euro ausgewiesen. Rechnet man noch die direkt ins Eigenkapital gebuchten Wertaufholungen für die 2008 abgeschriebenen Wertpapiere hinzu, wurde ein Gesamtkonzernüberschuss von 5,1 Mio. Euro erwirtschaftet, nach einem (abschreibungsbedingten) Verlust von 2,9 Mio. Euro im Vorjahr.

    Ausschlaggebend für diese beeindruckende Performance war und ist immer noch die Sonderkonjunktur für das Thermometergeschäft der Thüringer. Mit ihrer patentierten Technologie zum Ersatz des hochgiftigen Quecksilbers durch das Flüssigmetall Galistan (Kombination aus Gallium, Indium und Zinn) sind sie wohl der wichtigste Profiteur des EU-weiten Verbotes des Flüssigmetalls. Die neuen viel versprechenden Lösungen für die Schlaganfalldiagnostik und zur Überwachung von Lungenfunktionen haben demgegenüber zuletzt zwar auch deutlich zugelegt, doch liegen sie mit Umsätzen von 290 bzw. 440 Tsd. Euro (jeweils nach neun Monaten) noch meilenweit hinter dem Kerngeschäft Fieberthermometer. Auch haben beide Bereiche aufgrund der dort noch zu tätigenden Investitionen zwischen Januar und September noch negative EBIT-Beiträge erwirtschaftet.

    Seite 1 von 2
    Verfasst von 2Performaxx
    Geratherm Medical Steile Fieberkurve Eine unserer letztjährigen Empfehlungen, an die wir derzeit mit besonders gemischten Gefühlen zurückblicken, ist unsere Besprechung des Medizintechnikspezialisten Geratherm Medical vom letzten August. Denn wir haben, obwohl uns das Unternehmen …