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DAX unter Druck - Gewitter über Wallstreet

Ein negativer Wochenausklang in Asien ließ noch nichts schlimmes Erahnen. Der Nikkei in Tokio hielt sich knapp über der Marke von 11.000 Punkten und verlor dabei 1,5 Prozent. In selber prozentualer Höhe sank der Hang Seng in Hongkong.

Entsprechend negativ eröffnete der DAX mit einem GAP unterhalb von 6.260 Zählern. Im Verlauf des Vormittags konnte er sich erneut nach und nach an den XETRA-Schlusskurs vom Vortag heran kämpfen und diesen sogar überschreiten. Die Jahresteuerung in der EU lag mit 1,9 Prozent leicht höher als im Vormonat, in der Eurozone allerdings mit 1,4 Prozent niedriger als im Vormonat. Für ein neues Jahreshoch reichten diese Daten nicht. Der Kampf um die 6.300 Punkte dauerte bis 16.00 Uhr an und wurde auch nicht von den mit 626.000 sehr starken Wohnbaubeginnen (Erwartung 590.000) sowie 685.000 Wohnbaugenehmigungen (Erwartung 625.000) entschieden.

Eine abwartende Eröffnung an der Wallstreet lies den DowJones an den Vortagesschluss anknüpfen. Mit einer weit unter den Erwartungen liegenden US-Michigan-Verbraucherstimmung von 69,6 (Erwartung 75) zogen erste Wolken auf. Als wenig später die Meldung über eine SEC-Untersuchung bei Goldman Sachs massiv für Verkaufsdruck sorgte (10 Prozent Einbruch binnen kurzer Zeit), wurde der gesamte Markt in diese Dynamik involviert und ein Gewitter brach herein. Innerhalb einer Stunde durchbrach der DAX alle Unterstützungslinien dieser Woche und fiel bis auf 6.166 Punkte. Nur wenig höher endete der XETRA-Handel mit 6.180 Punkten und einem großen Fragezeichen über der weiteren Entwicklung.

Der EUR/USD litt erneut unter der Griechenland-Problematik und setzte leicht gebremst die Talfahrt des Vortages fort. Mit Kursnotierungen unterhalb von 1,35 endet vermutlich diese turbulente Woche.

Fallen geht schneller

Bernd_das_Brot „rubbelte noch ein wenig Knoblauch übern Bildschirm” und legte sich mit einem Haufen voller Währungspaare unter dem Kopfkissen zur Ruhe. Aufgeweckt wurden die Daytrader um 6.20 Uhr von BurkhardtLoewenherz mit einem Blick auf die anstehenden GAPs und der Freude über den tiefer notierenden Dow Jones-Future. Seine Short-Position konnte er somit im Gewinn absichern Selbige „Vision” hatte Harry72 und „klickte spontan rein” nach den Quartalszahlen von Google. Unser Experte HerrKoerper diagnostizierte nur wenig später die aktuelle Nähe zu einem Verlaufshoch und untermauerte dies mit einer Kolumne, in der sogar Farben enthalten waren. Diese ist hier verfügbar.

Bis zur Eröffnung des XETRA-Handels fieberten die Diskussionsteilnehmer mit dem Geschehen an der Fahndungsfront mit. Eines der Autos von zooropa wurde entführt. Nicht weiter tragisch denkt man, aber der Kofferraum war voller Magnolia-Schuhe. Aus diesem Grunde wurden alle Einsatzkräfte mobilisiert und für die Community gab es mittels „Dwidaaar” (sächsischer Kommunikationsdienst nach Vorbild des US-Dienstes Twitter) ständige Updates, wie beispielsweise „Mir haam de Schurgn gurz vor da Grenze awischd!”. Das ging noch einmal gut aus – für zooropa zumindest.

Das andere bewegende Thema war die öffentliche Lesung des Buches „Manipulation im Affendingsbums”. Dem Publikum kam der Vortragende Herr Standuhr jedoch nach der vierten Wiederholung ziemlich bekannt vor. Einen populäreren Index, den DAX, handelten währenddessen revolt und mcgoofy auf der Long-Seite. Nachdem SeaCloud5 ihre Gewinnposition Short verkauft hatte, löste sich die sprichwörtliche Handbremse und der DAX konnte in Richtung 6.300 steigen. Dort wurden einige Stopps kassiert, wie man an den roten Smileys unter dem Namen Standuhr und andimaus vernehmen musste. Letzterer holte sich das Geld als spanischer Reiter schnell zurück.

In der Mittagspause sagte expresso4 ganz leise: „heute Nachmittag oder spätestens Montag läuft der DAX aus dem Bildchen raus”. Wenig später deutete der Chart von Effektentiger ebenfalls eine Ermüdung an. So richtig Dynamik gab es erst nach dem überdimensionalen Pfeil von stockhpr und einer kleinen Meldung von der SEC zu Goldman Sachs. Ab da ging es bergab. Mit lauten Motoren hörte man auch die Mähdrescher von LBR rattern. Folglich war trotz des dynamischen DAX-Abverkaufs der Wochenausklang unter den Daytradern lohnend.



Ausblick

Der Aufwärtstrend an den internationalen Aktienmärkten vollzog sich in dieser Woche langsam aber stetig weiter. Mit zunehmender Skepsis wurde dies von einigen Marktakteuren beobachtet. Am heutigen Nachmittag gab es schließlich einen Anlass, die Richtung abrupt zu wechseln: Goldman Sachs! Die Klage der US-Behörde SEC könnte nun als „Grund” für einen Richtungswechsel oder zumindest einen Stopp der Aufwärtsdynamik stehen.

Wie nachhaltig dieser Vorfall ist, ob es eine schnelle Klärung geben wird und ob dieser Einfluss so gravierend bestehen bleibt, wie es sich in einer ersten Reaktion anfühlte, werden wir in der kommenden Woche resümieren.

Als weitere Einflussfaktoren sind am Montag die US-Frühindikatoren, am Dienstag die ZEW-Konjunkturerwartung für Deutschland und am Donnerstag die US-Erzeugerpreise zu nennen.
Für Volatilität ist somit gesorgt und so freue ich mich auf die folgenden Tages-Trading-Chancen.

Bis dahin wünsche ich allen Teilnehmern und Lesern ein erholsames Wochenende.

Bernecker1977
(Andreas Mueller)



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16.04.2010, 19:43  |  9709   |   |   

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